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07.08.2018 – Marktwächter kritisieren dynamische Preisanpassungen | Kartellamt äußert sich zur möglichen Karstadt-Kaufhof-Fusion | Etsys Gewinn bricht ein

Veröffentlicht: 07.08.2018 | Autor: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 07.08.2018

Das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Brandenburg hat untersucht, wie regelmäßig Online-Händler ihre Preise anpassen. Außerdem in den News: Das Bundeskartellamt hält die Prüfung einer Fusion von Karstadt und Kaufhof für ein „extrem umfangreiches und aufwendiges Verfahren“ und Etsy hat seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2018 vorgelegt. 

Laptopbildschirm, der einen Online-Shop für Schuhe zeigt
© Zilu8_shutterstock.com

Kritik an schwankenden Produktpreisen im Online-Handel

In welchen Abständen passen Online-Händler eigentlich die Preise in ihrem Shop an? Dieser Frage hat sich das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Brandenburg gewidmet. Dabei wurden die Preise von 1.133 Produkten in 16 unterschiedlichen Online-Shops beobachtet. Wie Internetworld berichtet, haben demnach 15 von den 16 untersuchten Online-Händlern die Preise für einen Teil ihrer Artikel regelmäßig angepasst. Zum Teil sind die Produktpreise sogar täglich angeglichen worden. Diese Praxis ist von Marktwächter-Teamleiterin Kirsti Dautzenberg kritisiert worden. Im Vordergrund solle eine Transparenz für den Käufer stehen, damit dieser die Preisentwicklungen auch nachvollziehen könne.

Bundeskartellamt: Karstadt-Kaufhof-Fusion wäre Mammutprojekt  

Gehen Galeria Kaufhof und Karstadt bald gemeinsame Wege? Sollte dies so sein, würde das für das Bundeskartellamt sicher einiges an Überstunden bedeutet. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, sagte Kartellamtschef Andreas Mundt gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass man im Fall eines Zusammengehens die Folgen sowohl für die Kunden als auch für Lieferanten genau untersuchen müsse, was ein „extrem umfangreiches und aufwendiges Verfahren“ wäre. Gerade im Einzelhandel müssen auch die Auswirkungen auf lokale Strukturen und auf den Online-Handel beachtet werden: „Wir müssen uns nicht nur die vielen einzelnen Produktkategorien genau anschauen, sondern auch die Verhältnisse auf den regionalen Märkten. Und es ist nicht nur der stationäre Handel zu betrachten, sondern auch der Onlinehandel“, sagte Mundt. Zudem dürfte ein kombinierter Karstadt/Kaufhof-Konzern eine große Einkaufsmacht gegenüber Zulieferern haben, heißt es weiter.

Etsy steigert Umsatz, Gewinn bricht ein

Etsy hat die Zahlen für das zweite Quartal 2018 vorgelegt und kann erneut überzeugen: „Etsy erzielte ein weiteres Quartal mit einer starken Performance, einschließlich unseres vierten Quartals in Folge der GMV-Beschleunigung, ein weiterer Beweis dafür, dass höhere Investitionen in unseren Kernmarkt funktionieren“, sagte Josh Silverman, Chief Executive Officer von Etsy Inc. Das Brutto-Warenvolumen (Gross Merchandise Sales) betrug in Q2 2018 901,7 Millionen US-Dollar, was einem Wachstum von 20,4 Prozent entspricht. Das Wachstum des Gesamtumsatzes im Jahresvergleich stieg im dritten Quartal in Folge und betrug 132,4 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 30,2 Prozent. Der Nettogewinn für das zweite Quartal 2018 betrug 3,4 Millionen US-Dollar und lag damit im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedriger (Minus 71 Prozent, Q2 2017: 11,7 Millionen US-Dollar). Dafür ging es bei der Anzahl der aktiven Verkäufer bzw. Käufer nach oben. Das Verkäufer-Wachstum lag bei 8,1 Prozent, das der Käufer bei 17,2 Prozent.

Kommentare  

#4 Peter 2018-08-11 16:21
Richtig so. Ich verstehe diese Überbürokratisi erung eh nicht. Na klar da sind Menschen, die haben eine Arbeitsstelle und verdienen nicht schlecht damit und müssen nun dem ganzen einen Inhalt geben und verzapfen dann so einen Mist. Es wäre besser wenn Frau Dauzenberg als Marktfrau arbeiten würde. Damit würde Sie volkswirtschaft lich den Bürgern etwas erbringen und sie würde vermeiden, dass wir Bürger überhaupt erst so viel Steuern zahlen würden.
Oder aber, sie würde mal für uns Onlinehändler behindernde und falsche einseitige Gesetzte wegnehmen. Aber ...
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#3 Heidemann 2018-08-08 10:58
Ja - es ist wirklich an der Zeit ,das der Kunde die Preise bestimmt !
und dann gehe ich in Zukunft auch zu den neuen Mega-Konzern Kaufhof /Karstadt -
(das heißt natürlich nur ,wenn das Kartellamt in 10 Jahren festgestellt hat - das die nicht mehr verdienen als der Staat) -
und verlange dann ,das bei allen Preisen die dazugehörigen Kalkulationen hängen.
Online kaufen wie im stationären Handel ?
haben Sie dort schon mal irgendwo AGB Datenschutz usw. vorgefunden ?
liegen überall Lupen aus damit man das kleinstgedruckt e auf den Artikeln wirklich lesen kann ? wer beschäftigt sich in der grossen Masse wirklich mit Inhaltsstoffen (ausser wenn es mal wieder einen Skandal gibt)
wer sieht sich z.B. beim Hosenkauf wirklich jede einzelne Naht ,den Stoff oder die Materialzusamme nsetzung an ? usw. usw.
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#2 gerd 2018-08-07 20:32
Schwankende Produktpreise - Frau Kirsti Dautzenberg!
Irgendwo reicht`s jetzt mal. Das Maß ist voll!!!!
Jeder Käufer nutz die Vergleichsmögli chkeiten im Internet auf Amazon....
und Vergleichsporta len......etc etc,
wo Billiganbieter ohnehin immer erstplatziert sind und nun soll dem Verkäufer auch noch die Verfahrensweise der eigenen Preisgestaltung vorgeschrieben werden.
Wenn Käufer nicht in der Lage sind, mit den angebotenen Vergleichsmögli chkeiten im Internet umzugehen, kann dieses Unvermögen nicht auch noch zu Lasten des
Händlers gehen. Wo schütz Frau Dautzenberg eigentlich den Stationärhandel , der nach wie vor noch als "Beratungsfuzzi " benutzt wird und wo ist Frau Marktwächterin Dautzenberg, wenn es um die Billigstanbiete r - scheinprivate Verkäufer - Billiganbieter die 0 Umsatzsteuer zahlen, 0 Gewährleistung bieten ,
0 Widerrufsmöglic hkeiten ............
Deutscher/Europäischer Regulierungswah n im Galopppppp.
Uns wird von Dilettanten u.a. vorgeschrieben, welche Bananen, Tomaten, Gurken .....wir nur noch essen dürfen, der Verkauf nicht EU-konformer Lebensmittel wird bestraft - also schmeißen wir "BIO" weg.
Man kann sich nur noch wundern, auf was für einen kranken Unsinn Menschen in unserem Land/Europa ständig kommen.
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#1 Michael Vogel 2018-08-07 11:16
Was wollen diese Fuzis von den Marktwächtern? Wo bleibt die unternehmerisch e Freiheit, soll ich mir auch noch vorschreiben lassen wie und wann ich meine Preise kalkuliere ?
Nicht zu fassen. Nicht genug das das neue Datenschutzgese tz, was keiner wollte, keiner versteht außer die Abmahnanwälte, einen Haufen Arbeit verursacht, sondern jetzt will man auch noch in die Unternehmen direkt eingreifen, wenn es ginge, geht´s noch ?
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