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10.09.2018 – Alibaba-Gründer Jack Ma kündigt Rücktritt an | Zalando: Kein Interesse an Amazon-Beteiligung | Stellenstreichungen: Kaufhof-Mitarbeiter sind wütend

Veröffentlicht: 10.09.2018 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 10.09.2018

Das ist heute wichtig: Alibaba-Chef Jack Ma verlässt 2019 sein Unternehmen und eifert Bill Gates nach, Zalando will sich nicht von Amazon kaufen lassen und die Kaufhof-Mitarbeiter sind wegen geplanter Stellenstreichungen sauer auf ihr Unternehmen.

Jack Ma
© SL Chen / Shutterstock.com

Jack Ma ist bald nicht mehr Alibaba-Chef

Jack Ma wird als Vorstandschef von Alibaba zurücktreten. Das hat der 54-Jährige in einem nun veröffentlichten Brief offiziell bekannt gegeben. Im September 2019 wird Ma die Geschäfte an Daniel Zhang abgeben, der bereits seit fünf Jahren als CEO das Tagesgeschäft von Alibaba verantwortet, so SpOn. Bis dahin soll ein „reibungsloser und erfolgreicher“ Übergang ermöglicht werden. Noch bis 2020 will Ma Direktor im Aufsichtsrat bleiben. „Lehrer wollen immer, dass ihre Schüler sie übertreffen. Das Verantwortungsvollste für mich und das Unternehmen ist es, dass jüngere, talentiertere Leute die Führung übernehmen", so Ma in seinem Brief. Für die Zeit nach Alibaba hat Jack Ma sein Vorbild offenbar in Bill Gates gefunden. Der Milliardär wolle sich wohltätigen Aufgaben widmen, in Bildung, Umwelt und Philanthropie investieren.

Amazon-Interesse? Zalando will aber nicht

Gerüchten über ein mögliches Interesse von Amazon, Zalando zu übernehmen, hat der deutsche Mode-Versender eine Abfuhr erteilt. „Wir wollen keine Anteile verkaufen“, sagte Co-Chef David Schneider der Welt am Sonntag. „Da gibt es noch viel zu viel, was wir mit Zalando vorhaben“, zitiert das Manager Magazin weiter. Die Zukunft sehe aktuell viel zu verlockend aus, als dass man sich an ein US-Schwergewicht binden müsste. Co-Vorstandschef Rubin Ritter geht davon aus, dass in Deutschland in spätestens zehn Jahren jedes zweite Kleidungsstück im Internet gekauft wird. Die Konkurrenz wächst allerdings und die Anleger zeigten sich zuletzt unzufrieden mit den Prognosen für das Geschäftsjahr.

Kaufhof-Mitarbeiter zittern vor Karstadt-Fusion

„Respektlos“ sei es, wie „mit der Psyche unserer Kolleginnen und Kollegen umgegangen wird und Verlustängste geschürt werden“, so heißt es in einem internen Schreiben des Gesamtbetriebsrates an die Belegschaft von Kaufhof, das Reuters vorliegt. Grund für die Wut der Arbeitnehmer ist die Ankündigung, dass im Zuge der Fusion mit Karstadt bis zu 5.000 Stellen gestrichen werden sollen. Die Arbeitnehmervertreter hätten bislang aber keine Informationen über einen Abbau. In Bankenkreisen würden ehrgeizige Sparvorgaben kursieren, Unternehmenskenner hielten die Schätzungen allerdings für „unseriös und überzogen“, so die FAZ. Die Gewerkschaft Verdi hat die Karstadt- und Kaufhof-Eigner Signa und HBC aufgefordert, die Mitarbeiter in die Verhandlungen einzubeziehen. Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger sagte: „Wer Geld für solch eine Transaktion hat, muss auch Geld für die Beschäftigten haben“.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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