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01.10.2018 – Umstrittener Tweet: Elon Musk muss zahlen | Rewe will Online-Geschäft weiter stärken | Lidl gründet eigenes duales System

Veröffentlicht: 01.10.2018 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 01.10.2018

Elon Musk muss nach seinem umstrittenen Tweet seinen Posten im Tesla-Verwaltungsrat räumen, Rewe-Chef Lionel Souque sieht sein Unternehmen im Online-Geschäft quasi konkurrenzlos und Lidl will sich mit dem Grünen Punkt anlegen.

Elon Musk
© Kathy Hutchins / Shutterstock.com

Umstrittener Tweet: Musk räumt seinen Posten im Tesla-Verwaltungsrat

Elon Musk hat im Kampf gegen die US-Börsenaufsicht SEC nachgegeben. Nachdem ein Tweet des Tesla-Chefs, in dem er einen möglichen Börsenrückzug seines Unternehmens andeutete, für Chaos gesorgt hatte, hat sich die SEC eingeschaltet und ihn verklagt. Nun hat Musk seine geschwächte Position akzeptiert, wie Spiegel Online berichtet. Der Tesla-Chef habe sich mit der Börsenaufsicht geeignet und darf Vorstandschef bleiben, seinen Vorsitz im übergeordneten Verwaltungsrat muss der Tech-Milliardär aber für mindestens drei Jahre räumen. Zudem zahlen Musk und Tesla je 20 Millionen Dollar Strafe. Damit hat Musk die Klage der Börsenaufsicht vom Tisch geräumt. Ruhe dürfte der Tesla-Chef aber nicht haben: Medienberichten zufolge führt auch das US-Justizministerium eigene Untersuchungen durch, die in Strafermittlungen münden könnten.

Rewe-Chef Lionel Souque sieht sein Unternehmen kaum mehr einholbar

Im Online-Bereich sei sein Unternehmen kaum mehr einzuholen, glaubt Rewe-Chef Lionel Souque. „Da haben wir einen Erfahrungsvorsprung, den andere nicht einfach in einem oder zwei Jahren aufholen können“, so Soque der Welt zufolge. Rewe hatte erst kürzlich mit „Scarlet One“ ein neues, hochautomatisiertes Logistiklager für Lebensmittel in Köln eröffnet, mit dem das Unternehmen seine Online-Aktivitäten weiter ausbauen und optimieren will. Nun hat Souque auch verraten, dass bereits weitere Standorte geplant sind. „Wir haben uns in zwei, drei weiteren Städten Grundstücke für zusätzliche Onlinelager gesichert“, erklärt der Rewe-Chef. Zunächst wolle das Unternehmen aber prüfen, ob „Scarlet One“ die Erwartungen erfüllen könne.

Lidl: Konkurrenzprojekt zum Grünen Punkt gestartet

Der Lidl-Mutterkonzern, die Schwarz-Gruppe, hat ein eigenes duales System gegründet und damit ein Konkurrenzprojekt zum Grünen Punkt gestartet. Wie Spiegel Online berichtet, habe eine Sprecherin diesen Schritt bestätigt, sich mit weiteren Details aber zurückgehalten. Das neue duale System trägt den Namen „PreZero Dual GmbH“. Mit ihr decke die Schwarz-Gruppe künftig die komplette Abfallkette ab, von der Organisation der Abholung in einem dualen System bis hin zur Sortierung und Verwertung. Bis 2020 soll es aber noch dauern, bis PreZero seine Arbeit voll aufnehmen kann. Vorher stehen noch Behördengänge und Absprachen für Zulassungen an. Auslöser für den Schritt von Lidl sei das neue Verpackungsgesetz, das ab 2019 gilt.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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