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12.11.2018 – Lesara meldet Insolvenz an | Singles’ Day: Alibaba nimmt zehn Milliarden Dollar in einer Stunde ein | Karstadt und Kaufhof dürfen verschmelzen

Veröffentlicht: 12.11.2018 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 12.11.2018

Das Berliner Mode-StartUp Lesara muss Insolvenz anmelden, Alibaba hat in der ersten Stunde des Singles’ Day zehn Milliarden Dollar umgesetzt und Karstadt und Kaufhof dürfen fusionieren.

Lesara-Gründer Roman Kirsch
© Lesara 

Mode-StartUp: Lesara meldet Insolvenz an

Das Berliner Mode-StartUp von Gründer Roman Kirsch hat Insolvenz angemeldet. Wie die Gründerszene berichtet, habe das StartUp in den vergangenen Tagen „verzweifelt bei seinen bestehenden Investoren nach Geld“ gesucht. Mehr als zehn Millionen Euro habe Lesara sich erhofft, doch kein frisches Kapital von den Altinvestoren erhalten. Damit sah das Unternehmen sich gezwungen, einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung zu stellen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir zeitnah eine nachhaltige Lösung für das Unternehmen und die Mitarbeiter erreichen werden, die einen Fortbestand und eine weitere Expansion sicherstellt“, so eine Sprecherin von Lesara. Gründerszene wertet die Krise als „überraschend“: Erst im Sommer hatte Lesara 30 Millionen Euro an frischem Kapital eingesammelt.

Singles’ Day: Alibaba fährt wieder einmal Rekordumsätze ein

Der chinesische Online-Händler Alibaba hat am Sonntag den zehnten Singles’ Day gefeiert. Am 11.11. bietet das Unternehmen jährlich teils astronomische Rabatte und sorgt so für wahre Kaufräusche. Wie Spiegel Online berichtet, hat Alibaba in diesem Jahr allein in der ersten Stunde des Schnäppchentages 69 Milliarden Yuan, umgerechnet rund zehn Milliarden Dollar, umgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr steigerte Alibaba damit den Umsatz in der ersten Stunde des Singles’ Day um 21 Prozent. Nach Angaben von t3n.de hat Alibaba sogar in den ersten zwei Minuten (!) des Tages bereits über eine Milliarde Euro umgesetzt. Am Ende des Singles’ Day stand ein Umsatz von 27,7 Milliarden Euro fest – im Vergleich zum Vorjahr nochmals 27 Prozent mehr.

Grünes Licht: Bundeskartellamt erlaubt Fusion von Karstadt und Kaufhof

Karstadt und Kaufhof haben vom Bundeskartellamt grünes Licht für die geplante Fusion erhalten. „Wir haben das Vorhaben intensiv geprüft. Weder aus der Perspektive der Verbraucher, noch aus Sicht der Hersteller und Lieferanten gab es durchschlagende wettbewerbliche Bedenken“, so Kartellamtschef Andreas Mundt laut Internet World. Nun soll ein neuer Einzelhandelsriese entstehen, der europaweit 243 Standorte haben und rund 32.000 Mitarbeiter beschäftigen soll. Neben den Karstadt- und Kaufhof-Filialen sollen unter dem Dach der neuen Holding auch die Outlet-Kette Saks Off 5th, die Galeria-Inno-Häuser in Belgien, die Hudson’s-Bay-Warenhäuser in den Niederlanden sowie eine Reihe von Online-Anbietern vereint werden.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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