Super Banner Wallpaper

Das Infoportal des Händlerbundes

KATEGORIEN...
Ab April 2019 sollen Banken, die Mastercards herausgeben, den Verbrauchern Biometrie-Lösungen als Bezahlmöglichkeit anbieten.
close button
Bezahlen per Fingerabdruck: Mastercard will Biometrie-Lösungen ab April 2019 einführen
| Kategorie: Payment

Die großen Kreditinstitute MasterCard und Visa sind mit ihren Wallet-Diensten erstmals in europäischen Ländern gestartet, im Frühjahr ist der Start in Deutschland geplant. Auch erste Gespräche mit deutschen Banken gab es bereits. Die Allianz der PayPal-Konkurrenten wird damit immer größer.

MasterCard und Visa kommen nach Europa mit ihren Wallet-Diensten.

(Bildquelle Kreditkartennutzer: Andrey_Popov via Shutterstock)

Nicht nur deutsche Kreditinstitute haben den digitalen Wandel offenbar zu spät wahrgenommen. Auch die großen, internationalen Institute Visa und MasterCard schielen ihrerseits neidisch auf den im E-Commerce anscheinend omnipotenten Konkurrenten PayPal und könnten mit ihren Diensten Anfang 2014 nach Deutschland kommen. Visa und MasterCard hoffen mit ihren eigenen digitalen Bezahldiensten den Online-Handel zurückzuerobern. Um die Marktkraft von Konkurrenten wie PayPal zusätzlich zu schwächen, erhöhen MasterCard und Visa zum Beispiel die Transaktionsgebühren für digitale Geldbörsen oder werben gleich Mitarbeiter direkt von PayPal ab.

Visa und MasterCard entdecken spät den Online-Handel

Inzwischen bieten beide US-Amerikanische Kreditkartengesellschaften eigene, dem Bezahldienst PayPal sehr ähnliche Wallet-Dienste an, wenn auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Deutschland. Visa startete als erstes mit seinem Wallet-Dienst V.me in den USA, das war bereits Ende 2012. MasterCard hingegen hat seinen digitalen Bezahldienst namens MasterPass kurz danach im Februar 2013, als „die Zukunft des digitalen Bezahlens“ präsentiert. Eine zweifelhafte Aussage, denn die ersten digitalen Bezahldienste gab es wohlgemerkt bereits Ende der 1990er Jahre.

Wie netzwertig.com berichtet, missfällt es den großen Kreditkartenunternehmen offenbar zunehmend, dass die eBay-Tochter PayPal sich mit seinem Service zwischen ihnen und den Kunden schalte, denn auch PayPal bietet Zahlungen via Kreditkarte an. Das Zwischenschalten von PayPal erschwere Visa und MasterCard das Kaufverhalten der Konsumenten zu analysieren und Daten darüber zu sammeln. Außerdem würde die Gefahr bestehen, dass die Payment-Services wie PayPal irgendwann komplett auf die Option der Kreditkartenzahlung durch Drittanbieter verzichten würden.

Visa heuerte PayPal-Mitarbeiter an

Visas digitaler Bezahldienst V.me ist vor kurzem auch in Großbritannien, Spanien, Frankreich und Polen gestartet. In Deutschland soll Visa nach eigenen Angaben mit ersten Banken im Gespräch sein und den Start für Anfang 2014 vorbereiten. Ähnlich wie bei PayPal dient V.me zum Online-Einkaufen ohne Kreditkarte. Bieten Online-Händler V.me als Bezahlmöglichkeit an, lässt sich diese von Online-Kunden auswählen und anhand der bei Visa hinterlegten Karten- und Adressdaten abrechnen. Laut Aussage von Visa Europe akzeptieren bereits an die 1.400 Online-Händler in den teilnehmenden EU-Ländern V.me als Bezahloption. Bis Januar soll die Anzahl der Online-Händler in Europa auf 4.000 ansteigen. Kurz nach Start von V.me Ende 2012, heuerte Visa einen passenden Verantwortlichen für das Projekt an: Sam Shrauger, seines Zeichens ehemaliger PayPal-Mitarbeiter und damals bei PayPal verantwortlich für die Integration von PayPal-Diensten in den Online-Marktplatz eBay.

Kurz nachdem der große Konkurrent Visa mit seinem Wallet-Dienst gestartet war, zog Anfang 2013 MasterCard mit seinem Dienst MasterPass nach. Auch MasterPass ist bislang noch nicht in Deutschland verfügbar, soll aber ähnlich wie Visas Wallet-Dienst Anfang 2014 in Deutschland angeboten werden. Im Vergleich zu Konkurrent Visa, unterstützt MasterPass zusätzlich die Bezahlung mit QR-Codes und zielt daher nicht nur auf den Online-Handel, sondern auch auf Kunden aus dem stationären Handel. Zusätzlich hat MasterCard Anfang Oktober diesen Jahres seinen Wallet-Dienst mit der neuen Option „ShopThis“ erweitert. Diese soll es Online-Kunden erlauben, direkt aus digitalen Magazinen heraus, Produkte kaufen zu können. Eine Idee, die vielleicht das Anzeigengeschäft digitaler Medien neu beleben könnte.

MasterCard, Visa und PayPal sind lange nicht die einzigen, die auf dem Markt der virtuellen Geldbörsen konkurrieren. Auch Google ist mit von der Partie, genauso wie zahlreiche Mobilfunkanbieter, so z.B. Deutsche Telekom oder auch E-Plus.

Dass Visa und MasterCard mit ihren digitalen Wallets bald nach Deutschland kommen, dürfte auch dem Bundesverband Deutscher Banken gefallen, der ohnehin an einer Allianz gegen PayPal arbeitet.

Geschrieben von Giuseppe Paletta
ARTIKEL WEITEREMPFEHLEN
3462 mal gelesen
ÄHNLICHE ARTIKEL
KOMMENTAR SCHREIBEN

Sicherheitscode
Aktualisieren

Zum Schutz vor Spam-Kommentaren wird meine IP-Adresse gespeichert. Mit dem Absenden meines Kommentars bin ich damit einverstanden und stimme der Veröffentlichung meines Namens sowie der Verlinkung meines Namens mit meiner Webseite, soweit ich diese bei der Kommentierung angegeben habe, zu.