Digital Services Act: EU-Parlament stimmt für die Regulierung digitaler Dienste

Veröffentlicht: 21.01.2022
imgAktualisierung: 21.01.2022
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 3 Min.
21.01.2022
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EU-Parlament Straßburg
© makasana photo / Shutterstock.com
Das Europäische Parlament hat dem Digital Services Act zugestimmt. Nun können die Trilog-Verhandlungen für das wichtige Gesetz zur Regulierung von Online-Konzernen starten. Dies und mehr im frühen Vogel.


Das EU-Parlament hat dem Digital Service Act (DSA oder auch Digitale-Dienste-Gesetz)  zugestimmt. Die Abgeordneten verabschiedeten das Vorhaben in Straßburg mit deutlicher Mehrheit, meldet die Zeit.

„Wir holen uns die Kontrolle über die Internet-Giganten zurück“, erklärte die im Gesetzesentwurf federführende dänische Abgeordnete Christel Schaldemose, in der Debatte. So will die EU mit dem Digital Service Act digitale Dienste unabhängig von ihrer Größe regulieren – u. a. Social-Media-Plattformen, Marktplätze oder auch Vergleichsportale. Für diese sollen beispielsweise Regelungen zur Identitätsprüfung, Transparenz von Algorithmen, personalisierter Werbung und zur Löschung illegale Inhalte (terroristische oder missbräuchliche Darstellungen, Hasskommentare, Urheberrechtsverletzungen) getroffen werden.

Mit der parlamentarischen Zustimmung können nun die Trilog-Verhandlungen für eines der wichtigsten digitalpolitischen Vorhaben Europas starten. So hatte das Parlament bereits im Dezember 2021 dem zugehörigen Digital Markets Act (DMA) zugestimmt, der vor allem die Marktmacht großer Digitalriesen wie Amazon, Apple, Google oder Facebook regulieren soll. Mit einer Einigung bei den Trilog-Verhandlungen wird frühestens Ende 2022 gerechnet, da sehr viele Regelungen betrachtet werden müssen. Inkrafttreten könnten DMA und DSA möglicherweise frühestens im Jahr 2023. Über den Weg der Verhandlungen und welche Unternehmen und Bereiche genau reguliert werden sollen, zeigt unser ausführlicher Überblick.

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Momox: Second-Hand-Mode ersetzt immer öfter Neuware

Kundinnen und Kunden in Deutschland setzten immer mehr auf Mode aus zweiter Hand: Für 84 Prozent ersetzt der Kauf eines gebrauchten Kleidungsstücks den eines neuen, wie der aktuelle, bereits zum dritten Mal durchgeführte, Second Hand Fashion Report 2022 des Second-Hand-Anbieters Momox zeigt.

Demnach würden außerdem knapp drei Viertel der Second-Hand-Shoppenden weniger Geld für neue Mode ausgeben, wenn sie gebrauchte Artikel gekauft haben. Für 45 Prozent gilt diese Art des Einkaufens bereits als selbstverständlich. Als Hauptmotivation gilt der Nachhaltigkeitsgedanke, 87 Prozent würden deshalb aus zweiter Hand kaufen. Auch ist 60 Prozent die nachhaltige Produktion beim Kauf von gebrauchter Kleidung wichtiger als der Markenname (48 Prozent). Für 83 Prozent der Kundschaft spiele aber auch der Preise eine wichtige Rolle. 

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Übernahme final: Kraft Heinz kauft Just Spices

Das US-Unternehmen Kraft Heinz Company hat sich nun endgültig eine Mehrheitsbeteiligung an dem 2014 gegründeten Gewürz-StartUp Just Spices gesichert. 15 Prozent der Anteile verbleiben bei den Gründern. Sie werden die Firma weiterführen und sich dabei auf Internationalisierung und Wachstum konzentrieren – und dabei von der Größe der Kraft Heinz profitieren, berichtet Internetworld.  „Zudem sehen wir enormes Potenzial, das Direktvertriebsgeschäft von Kraft Heinz weiter zu stärken und zu erweitern“, erklärte Rafael Oliveira, EVP & President, International Markets bei Kraft Heinz, zur Übernahme. 

Just Spices ist eine von vier Akquisitionen, die der Lebensmittelkonzern 2021 angekündigt hatte. So will Kraft Heinz auch noch eine Mehrheitsbeteiligung an dem brasilianischen Lebensmittelunternehmen Hemmer erhalten, in BR Spices in Brasilien investieren und Assan Foods in der Türkei übernehmen.

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Hanna Behn

Hanna Behn

Expert/in für: Handel & Unternehmertum

Veröffentlicht: 21.01.2022
img Letzte Aktualisierung: 21.01.2022
Lesezeit: ca. 3 Min.
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KOMMENTARE
1 Kommentare
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gunnar
21.01.2022

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,,Momox: Second-Hand-Mod e ersetzt immer öfter Neuware,,
jetzt müßte der staat nur noch die hürden für verkauf gebrauchter kleidung, oder stoffreste wegschaffen.
viele schneiden bei der kleidung die störenden lable raus, schon kann es für firmen probleme geben.
da die stoffzusammense tzung nicht klar ist.
bei stoffreste nach material zu forschen, steht auch zu den laborkosten in keinem verhältnis.
also geht sehr viel in den müll davon.
meine bekannte hat wohl mind ca 5-6 tonnen stoff und hunderte stoffreste mit 50cm bis ca 10m ohne angaben der zusammensetzung.
es sind alles reste aus fertigungen alter firmen und zb polizei feuerwehr und militär.
vieles davon ist bestimmt baumwolle, aber wer weiß ob da dann noch 2% sonstwas drin ist. oder wenn es zb 50% wolle und 50% ??? ist.
wäre schön, wenn man dem mündigen käufern es überläßt, selbst zu entscheiden ob es ihnen egal ist welches material sie bekommen.
man geht einfach von dem billigsten aus und kann sich freuen wenn es doch zb 100% wolle ist.
es ist zb einer recycelten stofftasche aus resten völlig egal woraus sie ist, hauptsache der stoff wird nicht sinnlos vernichtet.
also ändert die gesetze, das auch wirklich vieles ( nicht nur textilien ) wirklich wiederverwendet werden kann.