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Die Geoblocking-Verordnung will die Grenzen im virtuellen Binnenmarkt einreisen; aber was passiert mit der Vertragsfreiheit?
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Geoblocking-Verordnung – Teil 3: Was passiert mit der Vertragsfreiheit?
| Kategorie: Rechtsfragen

Es vergeht keine Woche, in der nicht irgendeine kleine Neuigkeit über Amazon berichtet wird. Amazon hat jetzt wieder diesen Dienst eingeführt, Amazon hat jene neue Flause im Kopf. Wie durch eine gottgegebene Fügung bin ich diese Woche mit meiner Kolumne an der Reihe und Amazon hat mich in puncto Themenfindung nicht enttäuscht. Mehr als 8000 Leser fand unsere Meldung über die neuen Amazon-Retourenrichtlinien schon, die diese Woche verkündet wurde und mal wieder alles auf den Kopf stellt.

„Wir Händler können und werden das Problem nicht lösen können“

Unter unserer Nachricht konnten wir jedoch leider nur 11 Kommentare veröffentlichen – viele waren nichts für schwache Ohren oder einfach nicht jugendfrei. Von „Eine absolute Sauerei wie Amazon ständig mit den Händlern umspringt.“ über „Dreck“ bis hinzu „amazon amazon sein lassen und mit dem Handel aufhören...“ war in den letzten 24 Stunden alles dabei. Das zeigt ganz klar und deutlich, dass jede Änderung von Amazon hunderte oder gar tausende von Händlern betrifft – die Meinungen gehen jedoch so weit auseinander wie das Gesamt-Sortiment von Amazon und seinen Händlern. Silvio Overlach fasst das Vorgehen sachlich und nüchtern mit „Amazon dreht weiter den Wasserhahn zu!“ zusammen und spricht damit vielen Lesern und Amazon-Händlern aus der Seele. Und es stimmt.

Allem Unmut zum Trotz. Als freilich selbst nicht unmittelbar Betroffene will ich jedoch die Amazon-Problematik generell wieder etwas ins rechte Licht rücken. Auch wenn Amazon die Schlinge immer mehr zuzieht und Einiges von seinen Händler abverlangt, ist es ein Geben und Nehmen. Online-Marktplätze wie Amazon sind eine bequeme Art, einen weiteren Vertriebskanal zu erschließen. Für viele Händler bilden sie sogar den ersten Einstieg in den E-Commerce.

Diese Bekanntheit kommt nicht vom Himmel gefallen und Amazon gibt dafür seit Jahrzenten Milliarden von Euro aus. Und Händler können und sollen davon profitieren. Tausende von Online-Händlern sind auf Plattformen und Marktplätzen wie Amazon aktiv und nutzen die Reichweite und die Bekanntheit mit – und das kostet natürlich Geld. Wie der Mieter eines Ladengeschäftes sind auch Amazon-Händler den Launen ihres Vermieters ausgesetzt.

Bauch rein, Brust raus!

Ohne seine vielen kleinen fleißigen Bienchen wäre auch Amazon nicht so groß geworden und könnte nicht ein derart breites Sortiment von der Schraube bis zum Flachbildfernseher anbieten. Da wäre es doch nur fair, ein wenig zusammenzuhalten. Ich bin wegen jeder Änderung daher genauso aufgebracht wie Sie und dieser neuen Rückgaberichtlinien sind mal wieder ein besonders starkes Stück! Doch wer erst einmal klein anfangen will, ohne große Investitionen in einen eigenen Online-Shop und dessen Bewerbung auf sich zu nehmen, für den macht es durchaus Sinn, Amazon als Sprungbrett zu nutzen. Wer „A“ (wie „Amazon“) sagt, der muss leider auch „B“ sagen.

Liebe Händler, hängt euch nicht zu sehr an Amazon. Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Der einstige zufriedene Amazon-Kunde besucht Sie bestimmt gerne in Ihrem Online-Shop …

 

Geschrieben von Yvonne Bachmann
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Kommentare  

#7 Chemiker 2017-04-01 10:59
Amazon hat übersehen, dass es Waren gibt, für die aus bestimmten Gründen gar keine Möglichkeit der kostenlosen Rücksendung gibt. Diese werden von den Paketdiensten zwar ausgeliefert, aber man kann keine Rückholung veranlassen.

Leider generiert man in der Tat über Amazon die höchsten Umsätze. Sobald man sich von Amazon zurückziehen würde, würden aber andere Online-Händler nahtlos die eigene Position einnehmen.

Wir haben nach der Ankündigung unserer Preise für alle Produkte die über 40EUR kosten bereits erhöht, so dass der Rückversand in Summe bezahlt ist. Gleichzeitig haben wir in unserem eigenen Shop die Preise unter die Preise bei Amazon zurückgenommen.

Wenn alle Händler dies so machen, dann bezahlt der Käufer letztlich für den "kostenlosen" Rückversand. Irgendwann werden die Kunden dann merken, dass Amazon gar nicht so billig wie immer gedacht ist.

Langfristig legt sich Amazon immer mehr Eier ins Nest, solange bis (hoffentlich) irgendwann der Markt zurückschlägt.

Ich sehne den Markteintritt von Alibaba in Europa herbei...
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#6 Hans 2017-04-01 08:45
Yvonne Bachmann, Ihr Artikel zeigt das Sie nicht das geringste Wissen über Amazon geschweige über den Onlinehandel mit Amazon haben.
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#5 Tom 2017-04-01 07:43
Sind doch immer die gleichen Raunzer. Amazon ist eine tolle Plattform, wahnsinnige Reichweite, womit man quasi über Nacht fähig ist Umsatz und GEWINN zu machen.
Wenn DAS jemand wo anders findet, dann geht doch, und wenn nicht, dann haltet euch an die Regeln. So einfach ist das !
Wir sind kleine Händler, mit kleinem Umsatz, ca. 20K im Monat mit Amazon. Wir haben ausschließlich Top-Bewertungen , alles grün im Kundenkonto. Ich kenne kein einziges Unternehmen, das so derartig prompt und kompetent auf Anfragen reagiert wie Amazon, egal ob wir Probleme mit Kunden, im Konto oder sonst wie beim Verkauf hatten. Wir sind nun einige Jahre dabei, halten uns an alle Regeln, haben noch nie auch nur eine Bestellung versemmelt oder zu spät gesendet.....
Mit einem Wort: In Punkto Kundenservice, egal ob B2C oder B2B können sich einige an Amazon ein Beispiel nehmen.....

Ich steh auf AMA. Und wen die gratis Retoure ab 40.- Warenwert kratzt, der braucht doch einfach nur auf "Konto löschen" klicken ! Wer das nicht in seine Marge kalkulieren kann, der sollte sich andere Artikel suchen, oder an seinen Prozessen arbeiten.
Seht es doch aus Kundensicht.... .
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#4 Andreas81 2017-03-30 12:59
1. Ja, es wäre fair ein wenig zusammenzuhalte n. Ergo wäre es fair im Gegensatz die Verkaufsprovsio n anzupassen.

2. Früher konnte man auf verschieden Plattformen und über den eigenen Shop verkaufen. Jetzt konzentriert sich alles auf Amazon.

3. Egal wegen was für einem Sachverhalt man mit Amazon Kontaktaufnimmt , fast immer gibt es nur eine Nicht-Antwort in Form eines Textbausteins ohne persönliche Anrede. Bei mehreren Zehntausend Euro, die Amazon über einen jährlich erhält, wäre eine vernünftige Kommunikation mehr als wünschenswert.

4. Amazon ist kein Geschäftspartne r auf Augenhöhe. Amazon diktiert - gnadenlos!


Auch und dann wären da noch die Tausenden chinesischen Händler, die den Marktplatz geflutet haben und keine Umsatzsteuer zahlen...
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#3 Mathias 2017-03-29 15:12
Der einstige zufriedene Amazon-Kunde besucht Sie bestimmt gerne in Ihrem Online-Shop …

Liebe Frau Bachmann, ich schätze Ihre Kompetenz sehr, aber der Satz ist völlig realitätsfern, leider.
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#2 Oliver 2017-03-29 13:26
Amazon hin oder her, meine und andere Erfahrungen und auch die von befreundeten Händlern, zeigen ganz klar, das Amazon nur für Händler ist, die darauf stehen, schlecht behandelt zu werden von Amazon, und die damit rechnen müssen von heut auf morgen nichts mehr hier verkaufen zu können/dürfen, oder auch komplett gesperrt werden. Zudem muss man jederzeit damit rechnen, das Amazon einen abstraft, ob man alles richtig gemacht hat oder nicht, leider wird man so was vom im Stich gelassen mit Problemen, das interessiert dort absolut keinen.
Auch wir hatten uns mit Artikeln an bestehende Artikel angehängt, bei 2 Artikeln (Beschreibung stammte von Amazon, auch Bilder)stimmte die Beschreibung nicht, die Kunden hatten sofort einen Garantiefall aufgemacht, und wir sollten dann immer mindestens 14 Tage auf unser Geld warten....Vorwu rf von Amazon, wie können Sie Artikel anbieten wo die Beschreibung nicht in Ordnung ist, bitte erstellen Sie einen Maßnahmenplan um das in Zukunft zu vermeiden.....
Auch diesen Blödsinn haben wir mit gemacht, nach ca. 15 Mail´s und auch 15 Anrufen bei Amazon ist nichts weiter passiert....auc h keine Antwort, nur ich leite alles weiter.....wer kennt das nicht :-)))
Nach ca. 12 Wochen kam von Amazon, wir hätten Amazon angeschrieben wegen einem Problem !? Wenn dies noch existiert bitte innerhalb 48 Stunden melden, sonst wird das Ticket automatisch geschlossen...:-)))
Haben wir nicht mehr gemacht, da wir alle Artikel schon 6 Wochen vorher bei Amazon gelöscht haben, auch das interessiert bei Amazon keinen.....
Unser befreundeter Händler ist einfach rausgeschmissen worden bei Amazon, wegen wahrscheinlich zu viel Umsatz in zu kurzer Zeit !!?? Hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, das er nicht mehr verkaufen darf hat man Ihm nach ca. 50 Mail´s und auch unzähligen Anrufen mitgeteilt, warum ? Weiß bei Amazon auch keiner, es sehe alles gut aus !
Amazon, aber leider können wir Ihnen Ihre ca. 20.000,- Euro noch nicht auszahlen, wegen Garantiefall Option des Kunden, Auszahlung war dann am 6.12.2016 fällig, aber natürlich ist nicht ausgezahlt worden, nun arbeitet der Anwalt, und muss Klage im Ausland einreichen..... Dies ist eine Kurzfassung, wer dann noch Lust auf Amazon hat, nur zu, wer auf so etwas steht.....Allei ne das anmelden bringt bei Amazon schon viel Freude :-))) Einfach mal machen, man sammelt Erfahrungen fürs Leben, auf die man gerne verzichten möchte :-(((
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#1 berta 2017-03-29 13:24
super , hier kann Man(n) Frau etwas lernen . Wie ich Ihren Bild entnehme, sind Sie sehr JUNG. Oft bleibt einen Händler(in) keine andere Wahl dies Plattform auch zu nutzen!! Sie müssen noch viel lernen ,damit Sie Ihre Leser GUT bedienen
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