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| Kategorie: Rechtsfragen

Erst kürzlich lag dem Händlerbund die Abmahnung eines Mitgliedes wegen irreführender Angaben zum Zeitpunkt des Kaufvertragsschlusses bei Amazon Marketplace vor. Der Händlerbund ist in diesem Zusammenhang an Amazon herangetreten, damit die wichtige und grundsätzliche Frage, wie die Verträge der externen Anbieter bei Amazon mit Ihren Kunden zustande kommen, abschließend und für alle Mitglieder des Händlerbundes geklärt wird und somit wieder Rechtssicherheit für die externen Anbieter bei Amazon besteht.

Die Abmahnung unseres Mitgliedes basierte auf folgendem Widerspruch zwischen den Regelungen in den Teilnahmebedingungen für externe Anbieter bei Amazon und dem Inhalt der automatischen Email, die Amazon an alle Kunden nach Abgabe einer Bestellung versendet.

Der Punkt B. IV. der Teilnahmebedingungen für die Amazon.de Marketplace- Verkäufer regelt:

§ „...Der Verkäufer ist verpflichtet, den Gegenstand innerhalb von zwei Werktagen nach Erhalt der Bestellbestätigung von Amazon an den Empfänger zu schicken. ...“

Es wird den externen Anbietern also - im Kundeninteresse - eine zeitlich enge Lieferfrist gesetzt. Um diese einhalten zu können, verbleibt den Anbietern praktisch nur die Möglichkeit, bereits verbindliche Angebote bei Amazon einzustellen, welche die Kunden dann mit dem Auslösen der Bestellung annehmen.

Kunden, die bei Amazon einkaufen, erhielten im Laufe der Geschäftsabwicklung standardmäßig zur Bestätigung der Bestellung jedoch bisher folgende Email:

“Diese Email dient lediglich der Bestätigung des Eingangs Ihre Bestellung und stellt noch keine Annahme Ihres Angebots auf Abschluss eines Kaufvertrages dar. Ihr Kaufvertrag... kommt zu Stande, wenn wir Ihre Bestellung annehmen, indem wir Ihnen eine Email mit der Benachrichtigung zusenden, dass der Artikel an Sie abgeschickt wurde...”

Für die eigenen Geschäfte von Amazon mit den Kunden ist und bleibt diese Bestellbestätigungs-Email vollkommen richtig, denn den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Amazon- Kunden wird bezüglich des Vertragsschlusses in eigener Sache geregelt, dass die Angebote von Amazon an die Kunden unverbindlich sind und der Kunde mit der Bestellung das Angebot zum Kaufvertragsschluss unterbreitet, welches Amazon dann annimmt.

Für die externen Anbieter bei Amazon führte diese automatische Bestellbestätigung- Email jedoch geradewegs in ein kaum lösbares Dilemma, denn sie mussten entscheiden, ob sie den Amazon-Verkäufer-Teilnahmebedingungen entsprechend verbindliche Angebote einstellen oder ob sie - um die Kunden nicht zu verwirren - die Amazon-Verkäufer- Teilnahmebedingungen ignorieren und unverbindliche Angebote einstellen bzw. Regelungen zum Zustandekommen der Verträge einführen, die dem Inhalt der automatisch generierten Bestätigungs-Email von Amazon entsprechen.

Der Händlerbund hat in seiner Rolle als Interessenvertreter für die Onlinehändler gemeinsam mit Amazon nun eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung herbeigeführt. Amazon hat verbindlich zugesagt, den Widerspruch zu beheben, indem die automatisch generierten Bestellbestätigungs- Emails, die Nutzungsbedingungen sowie die Hilfsseiten entsprechend harmonisiert und angepasst werden.

Zudem hat Amazon die verbindliche Aussage getroffen, dass externe Anbieter bei Amazon Seller Central und Market Place verbindliche Angebote einstellen sollen, die der Kunde dann mit seiner Bestellung annimmt - auch in dieser Frage besteht somit nun Rechtssicherheit, was die Vertragsgestaltung in Zukunft erheblich erleichtern wird.

Geschrieben von Redaktion
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3397 mal gelesen
KOMMENTARE  
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Felix Eggert
2017-02-06 22:40 | #1
Meine Amazon Seller KOnto wurde im Oktober 3 x gehackt. Danach hat Amazon mein
Konto vollkommen gesperrt und gelöscht. Ich kann, und darf nicht mehr verkaufen. Problem ist aber, dass man mir noch Geld schuldet, und nicht an mich auszahlt.
Ohne Portal kann man keine Auszahlung anfordern - Telef. ist niemand zu erreichen.
Was sind das für Methoden mitten in der EU ?
Hat jemand einen Tipp für mich ?
Danke
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