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In der Höhle der Löwen geht es wieder um große Investments. Wir stellen die StartUps der 7. Folge vor.
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Die Höhle der Löwen, Folge 7: Außergewöhnliche Pommes, Kaiserschlüpfer und sichere Kinder-Kommunikation
| Kategorie: Start-Ups

Der Kochbox-Anbieter HelloFresh hat seine endgültigen Geschäftszahlen für das vergangene Jahr vorgelegt. Das Unternehmen konnte dabei seinen Umsatz steigern und die Verluste verringern. Nun will HelloFresh sein Portfolio erweitern – und hat dafür eine erste Übernahme durchgeführt.

HelloFresh-CEO Dominik Richter
© HelloFresh

 

HelloFresh hat ein gutes Jahr 2017 erlebt: Der Umsatz des Kochbox-Anbieters belief sich auf rund 905 Millionen Euro, wie der aktuelle Geschäftsbericht zeigt. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Als besonders wichtiger Markt haben sich die USA herausgestellt: Über die Hälfte des Umsatzes – nämlich 545 Millionen Euro – wurde in den Staaten erwirtschaftet. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 90 Prozent und damit fast einer Verdoppelung.

Trotz der guten Umsatzentwicklung muss HelloFresh aber weiterhin Verluste hinnehmen. Diese konnte das Unternehmen aber immerhin verringern: Stand 2016 noch ein Verlust von rund 83 Millionen Euro unterm Strich, waren es 2017 immerhin nur noch knapp 70 Millionen Euro. Die Geschäftszahlen zeigen auch, dass der Kochbox-Versender besonders viel in das Marketing investiert hat: 240 Millionen Euro wurden im Jahr 2017 in diesem Bereich ausgegeben.

HelloFresh übernimmt US-Konkurrenten

Dass die USA ein wichtiger Markt für HelloFresh sind, zeigt sich auch in der Kundenzahl: Von weltweit 1,45 Millionen aktiven Kunden kommen 890.000 aus den USA. Diese waren für 10,63 Millionen der insgesamt 18,95 Millionen Bestellungen im Jahr 2017 verantwortlich. Während das Wachstum der Bestellzahlen im Jahresvergleich weltweit bei 52,9 Prozent lag, verdoppelte es sich in den USA mit 108,4 Prozent. Trotzdem verschlingt der US-Markt auch viel Geld für HelloFresh: Im vierten Quartal 2017 erreichte der Kochbox-Anbieter erstmals die Gewinnzone – wenn man die USA nicht berücksichtigt.

„2017 war bis dato das beste Jahr für HelloFresh“, erklärt CEO Dominik Richter laut Gründerszene. „Wir haben unser Unternehmen nicht nur erfolgreich an die Börse gebracht, sondern auch alle wichtigen Kennzahlen signifikant verbessert – allen voran steht die herausragende Steigerung unseres bereinigten Ebitda in beiden Segmenten.“ HelloFresh wolle nun sein Portfolio ausbauen, um noch mehr Ernährungsstile bedienen zu können, heißt es weiter.

Dazu dürfte wohl auch die Übernahme von Green Chef dienen. Das US-amerikanische Unternehmen hat sich auf den Versand von Bio-Kochboxen spezialisiert und soll HelloFresh nun 15 Millionen Dollar Umsatz pro Quartal einbringen. Das entspricht aber weniger als zehn Prozent des Umsatzes, den die Berliner bereits in den USA erwirtschaften. Die Übernahme soll im zweiten Quartal abgeschlossen werden. HelloFresh schweigt sich darüber aus, wie viel man für das Unternehmen zahlt.

 

Geschrieben von Michael Pohlgeers
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