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| Kategorie: Start-Ups

Die Kreditanfrage bei einer Bank ist oft ein nervenaufreibender Bürokratie-Marathon. Dabei wird einigen Antragstellern bereits im Vorfeld der Zugang zu einem Kredit verwehrt, da sie nach dem durch Auskunfteien ermittelten Bonitäts-Score nicht in Frage kommen. Das StartUp Bankenscore will hier Abhilfe schaffen.

Laptopbildschirm mit Statistiken
© Who is Danny_shutterstock.com

Auskunfteien sammeln Daten, die Auskünfte über die Bonität von Unternehmen oder auch Privatpersonen geben. Auf diese greifen dann Banken zu, um eine Entscheidung bezüglich einer Kreditanfrage zu treffen. Wie Ludolf Ebner, einer der Gründer des Fintechs Bankenscore, in einem Interview mit der Gründerszene meint, sind jedoch 20 bis 30 Prozent der gesammelten Daten veraltet oder fehlerhaft. Zudem würden Auskunfteien trotz zunehmender Anfragen Prozesse nach wie vor manuell verarbeiten, was zu einer immensen Zeitverzögerung bei Kreditanfragen führt – Zeit, die einige Antragstellende nicht haben.

Ebner und sein Co-Founder Florian Strobel haben deshalb das StartUp Bankenscore gegründet. Das Fintech will Teilprozesse von Kreditanfragen digitalisieren und Kunden kostenlose Bonitätsauskünfte bieten. Bankenscore richtet sich vordergründig an kleine und mittelständige Unternehmen.

Wie geht Bankenscore vor?

Kunden können über Bankenscore eine Auskunft zu ihrem Bonitätsstatus anfordern. Das Fintech kontaktiert daraufhin Auskunfteien und fordert die bisher existierenden Daten zu dem jeweiligen Kunden an. In einer durch das StartUp aufbereiteten Form sollen Unternehmen ihre Daten in verständlicher Form aufgeschlüsselt werden. Firmen können damit nicht nur Informationen über ihre Bonität einsehen, sondern auch die gegebenenfalls nicht mehr aktuellen oder fehlerhaften Informationen korrigieren. Bankenscore trägt jedoch nicht nur eine Vermittlerfunktion: Unternehmen können auf der Plattform des Fintechs aktuelle Geschäftszahlen und Bilanzen hochladen. Das Fintech führt im Folgenden eine Analyse durch und übermittelt den Firmen einen Bericht über ihren Bonitätsstatus aus Perspektive von Finanzinstituten.

Bankenscore arbeitet mit verschiedenen Banken zusammen. Anhand der durch die Firmen zur Verfügung gestellten Daten kann Bankenscore verschiedene Kreditmodelle von Geldinstituten vergleichen und bonitätsbasierend Vorschläge weiterleiten. Für die anfragenden Unternehmen entstehen keine Kosten. Finanziert wird das Fintech auf Basis einer Provisionsleistung durch die Banken.

Mehr als ein Kooperationsgeschäft mit Banken?

Nach Angaben von Ebner werden den Banken bisher keine Rohdaten übermittelt. Auch die von den Kunden hochgeladenen Geschäftszahlen werden als solche nicht weitergeleitet. Vielmehr betrachtet Bankenscore die Anforderungen der jeweiligen Bank und untersucht, inwiefern das Profil eines Unternehmens mit den Kriterien des Finanzinstitutes konform ist. Der Kunde kann dabei eine Kreditanfrage auf Basis seines Bonitätsstatus stellen, die anonymisiert mit verschiedenen Kreditangeboten abgeglichen wird. Aber Ebner räumt auch ein, dass eine Kreditvermittlung wesentlich einfacher abzuschließen ist, je mehr Daten ein Unternehmen zur Verfügung stellt. Bevor jedoch eine Datenübertragung erfolgt, muss der Kunde seine Zustimmung dafür abgeben. 

 

Bankenscore versteht sich als eine digitale Kreditmappe. Ziel von Ebner und Strobel dabei ist es, Kreditvergaben zu vereinfachen und die damit verbundenen Prozesse leicht verständlich zu kommunizieren. Damit soll vor allem das Problem der intransparenten Vorgehensweise von Auskunfteien entgegengewirkt werden.

Wie die StartUp-Szene Auskunfteien ein Ende bereiten wollen

Tatsächlich widmen sich dem Missstand zahlreiche Jungunternehmer der StartUp Szene. So sind u.a. Firmen wie das Hamburger Scoring-StartUp Kreditech oder auch Bonify aus Berlin entstanden.

Zwar gelten auch für Auskunfteien mit der seit Mai geltenden DSGVO härtere Vorschriften, jedoch wird das mathematische Verfahren, nachdem diese den Bonitäts-Score eines Unternehmens für Banken ermitteln, nicht vollkommen aufgeschlüsselt werden. So müssen Auskunfteien Anpassungen bezüglich der verschärften Informationspflichten und Betroffenenrechte vornehmen, signifikante Veränderungen wird es jedoch, wie Finanztreff berichtet, nicht geben. Damit müssen Auskunfteien, wie beispielsweise die Schufa, nach wie vor ihre Vorgehensweise nicht transparent gestalten. Wie in Zukunft damit umgegangen wird, so berichtet Welt, werden die Gerichte klären müssen.

Geschrieben von Theresa Strohbach
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513 mal gelesen
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KOMMENTARE  
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Heidemann
2018-07-13 12:14 | #2
Quatsch mit Soße !
schneller ?
aber der Hauptgag ist doch ,das eigentlich alle nach der DSGVO dichtmachen müssten - wenn jeder der auskunftserteil ung widerspricht oder seine Daten gelöscht haben möchte - aber Nein dafür gibt´s natürlich von der Politik wieder ausnahmen - und wie die Richterlein entscheiden werden ist doch wohl auch schon klar !
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wenn ich schon lese Startup - dann fällt mir dazu nur verbranntes Geld ein !
da gehen die Leute - die Leute mit Geld kennen ,solange auf - (was weiss ich was ?)
bis die Kapital ausspucken /oder froh sind es anzulegen (Abschreibung) und sich dann als Investoren Feiern zu lassen.
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Kemper
2018-07-13 06:43 | #1
Wieder so ein Popanz, der sich in den Leistungen dazwischenschie bt und für mehr Bürokratie und mehr Kosten sorgt. Die werden sich dort dumm und dusselig verdienen, für etwas das andere Bürokraten als Fehler angestellt haben.
Auch ja, vielleicht sollte man die muslimische Verachtung für Zins und Zinseszins ja auch hier einführen, denn die haben dort wenigstens erkannt, dass solche Leutchen nichts bringen ausser Verbrennen für Geld für Luftnummern.
Habt Ihr alle kein Gewissen mehr, haben Euch Mutter und Vater nicht vermittelt, was Gut und was Böse ist?
Es liegt in der Verantwortung eines jeden die Welt besser zu machen. Nicht schlechter.
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