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Das Fitness-StartUp Freeletics hat einen neuen Käufer gefunden, der alle Anteile der drei Gründer übernehmen wird.
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Fitness-StartUp Freeletics holt sich US-Investor, Gründer steigen aus
| Kategorie: Start-Ups

Schlafen und Träumen wie auf Federn – das oder Ähnliches wollte das Matratzen-StartUp Eve seinen Kunden bieten. In Deutschland scheint die Unternehmensstrategie allerdings nicht funktioniert zu haben.

Mann, der eine Matratze vom Bett anhebt
© Dima Sidelnikov - shutterstock.de

Kunden, die auf der Suche nach einer neuen Matratze derzeit die Website des StartUps Eve besuchen, werden enttäuscht. Dort finden sie einen großen Verweis, auf dem es heißt: „Es tut uns leid, aber wir nehmen nicht länger Bestellungen für Deutschland entgegen. Solltest du bereits etwas bei uns bestellt haben, eine Lieferung erwarten oder Fragen haben, sende uns einfach eine E-Mail unter [email protected] und wir werden uns umgehend bei dir zurückmelden.“

 

Screenshot Eve Website Deutschland
© Eve

Schwächelnde Zahlen bei Eve

Als Grund für die Probleme des Unternehmens nennt Gründerszene etwa die Umsätze aus dem ersten Halbjahr 2018, die „weit unter den Erwartungen gelegen“ hätten. Auch in Sachen Personalien scheint nicht alles ganz rund gelaufen zu sein: So habe Mitgründer und bisheriger CEO Jas Bagniewski vor einigen Wochen das StartUp verlassen. „Das Management habe sich in seiner Strategie zudem zu wenig darauf konzentriert, die Marke in Europa aufzubauen“, heißt es weiter.

Hinzu kommt der Fakt, dass der Markt der Online-Matratzen in den vergangenen Jahren einen massiven Zulauf erfahren hat, wodurch der Druck innerhalb der Brache stark stieg: Die FAZ zieht als Beispiele die Konkurrenten Bruno, Casper, Emma und Smood heran, die ebenfalls mit digitalen Geschäftsstrategien aufwarten. Zudem musste Eve seine Matratze in Deutschland überarbeiten: Die Stiftung Warentest hatte die erste Eve-Matratze aufgrund einer (in Großbritannien erforderlichen) Brandschutzchemikalie mit einem vernichtenden Urteil bewertet – eine Wertung, von der sich Eve offenbar nie wieder erholen konnte.

Dabei waren die Pläne von Eve durchaus ambitioniert: Neben dem Grundgedanken der Online-Bestellung und langen Testphase für die Kunden, wollte das StartUp zum Beispiel mit einer speziellen Matratze für Kinder punkten. Um potenzielle Käufer auch im stationären Handel begegnen zu können, war Ende 2017 eine Kooperation mit Karstadt auf den Weg gebracht worden. Und auch einen Börsengang hatte das Unternehmen im Mai 2017 über die Bühne gebracht, wobei der Aktienwert nach einem Rekordhoch von rund 130 Pfund auf derzeit 21 Pfund abstürzte.

Eve: Rückzug auch aus anderen europäischen Ländern

Mit dem Rückzug aus Deutschland seien nun laut Gründerszene die Prioritäten verändert worden – das Matratzen-StartUp fokussiere sich nun auf jene Länder, die sich durch starkes Wachstum hervortun. Konnte sich Eve bisher noch über Aktivitäten in 15 Märkten freuen, sind es nun nur noch weitaus weniger: Der hauseigene Online-Shop stehe im Rahmen der Maßnahmen nun nur noch Kunden in Großbritannien und Irland, Frankreich, Belgien und Luxemburg sowie in den Vereinigten Staaten zur Verfügung.

Geschrieben von Tina Plewinski
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KOMMENTARE  
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Mathias S.
2018-08-02 19:13 | #1
Vielleicht hat eve damit einfach nicht kalkuliert. Und da probegelegene Matratzen nur noch für die Mülltonne taugen ist die deutsche Leihhaus und Rücksendemental ität ein echter Kostenfaktor.
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