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Der Kochboxen-Versender HelloFresh musste im dritten Quartal 2018 weitere Verluste einstecken. Dennoch will das StartUp bereit 2019 schwarze Zahlen schreiben.
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HelloFresh muss weiter Verluste einstecken – und ist trotzdem Weltmarktführer
| Kategorie: Start-Ups

Wie nun bekannt geworden ist, hat das Münchener StartUp Lendstar seinen Insolvenzantrag eingereicht. Neben Cringle ist es damit schon der zweite Payment-Anbieter, der diese Woche seinen Konkurs anmeldet. 

Gast in einem Café zahlt per Smartphone App
© Paisit Teeraphatsakool_shutterstock.com

“Ein schwerer Weg” – so lautet der gewählte Einstieg, mit dem Lendstar in einem Blogeintrag sein finanzielles Aus bekannt gibt. So werden wohl schon seit Wochen Gespräche geführt, um einen Käufer für das P2P-Payment-StartUp zu finden. Doch nun schrieb Mitgründer und CEO Christopher Kampshoff: „Leider wurde keines dieser Gespräche ausreichend konkret. Daher haben wir uns gemeinsam mit unseren aktuellen Investoren dazu entschlossen die Finanzierung von Lendstar nicht weiter fortzusetzen.“

Insolvenz trotz steigender Transaktionen

Dabei haben die Zahlen des Unternehmens zuletzt ganz gut ausgesehen. So konnte das Fintech seinen operativen Umsatz durch verschiedene Kooperationen wohl in den letzten drei Jahren verdoppeln, wie es in dem Blogartikel heißt. Lendstar hat unter anderem mit Giganten wie Amazon und Zalando zusammengearbeitet und konnte im Offline-Handel zahlreiche Schnittstellen aufbauen.

Auf Anfrage von der Gründerszene hin bestätigte Kampshoff, dass mit Blick auf 2018 bereits im August das Umsatzniveau aus dem Vorjahr erreicht wurde. Demnach sei das StartUp wohl auf einen mittleren sechsstelligen Betrag gekommen. Doch Kampshoff meint weiterhin: “Aber all dieses Wachstum alleine reichte leider nicht aus um Lendstar nachhaltig profitabel aufzustellen. Die dafür notwendigen Investitionen hätten aus dem bestehenden Investorenkreis nicht gestemmt werden können. Aus diesem Grund haben wir in den vergangenen Monaten versucht einen strategischen Partner zu finden. Es gab dazu zahlreiche interessierte Parteien, aber letztendlich hat sich kein potentieller Käufer dazu entschieden Lendstar zu übernehmen.”. Doch die Gründer wollen weiterhin nach einem potenziellen Käufer suchen und glauben an eine Zukunft für die Payment-App.

Das StartUp wurde 2013 von Kampshoff und Jennifer Fizia gegründet. Bekannt geworden ist es dabei vor allem durch einen TV-Auftritt in der Sendung „Die Höhle der Löwen“, bei dem das Fintech ein Investment von Jochen Schweizer erhalten hatte. Dabei überzeugten sie mit dem Ansatz, ein soziales Finanznetzwerk gründen zu wollen, bei dem Freunde untereinander Geld senden, teilen und leihen können.

 

Geschrieben von Theresa Strohbach
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