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Rocket Internet hat seine Pläne für das aktuelle Jahr bekannt gegeben und blickt trotz sinkendem Aktienkurs optimistisch in die Zukunft.
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Rocket Internet will in diesem Jahr „durch die schwarze Null kommen“
| Kategorie: Samwer-watch

Rocket Internet gehört zu den bekanntesten Online-Unternehmen Deutschlands. Zahlreiche StartUps haben die Berliner aus dem Boden gestampft, seit drei Jahren ist das Unternehmen an der Börse. Die Aktionäre warten inzwischen darauf, dass ihre Anlage endlich Gewinn abwirft – doch Firmenchef Oliver Samwer will eher Wachstum als Gewinn.

Oliver Samwer
© Rocket Internet

Rocket Internet muss seine Anleger wieder einmal vertrösten: Die StartUp-Beteiligungen der Berliner Holding haben wieder einmal hauptsächlich Verluste eingefahren. Die Aktionäre warten aber darauf, dass das Unternehmen endlich Gewinn abwirft, bereits bei der ersten Hauptversammlung vor zwei Jahren wurde moniert, dass man bei Rocket Internet offenbar wenig Wert auf Profitabilität lege. Nun hat Rocket-Chef Oliver Samwer wieder einmal die Verluste verteidigt und das schnelle Wachstum als Argument ins Feld geführt.

„Man könnte immer am Marketing sparen, um schnell in die Gewinnzone zu kommen, würde dann aber eben weniger Wachstum generieren“, so Samwer laut Heise Online gegenüber dem Handelsblatt. „Wir denken langfristig und wissen, wann wir uns beeilen müssen.“ Samwer muss beruhigen, schließlich hatte die StartUp-Schmiede angekündigt, dass Ende des laufenden Jahres drei der Jungunternehmen im Portfolio profitabel sein sollen. Dieses Ziel hätte man auch erreicht, so Samwer. Man sei „aber davon überzeugt, dass unsere Unternehmen im ersten Schritt vor allem drastisch wachsen müssen.“

„Im Internet kann man nie genug Geld haben“

Der Börse stellt der Rocket-Chef trotz der „Wachstum vor Gewinn“-Mentalität Erträge in Aussicht. „Wir sind an der Börse und bleiben da auch“, erklärt Samwer. „Ich lebe nicht in ‚Was wäre, wenn‘-Konjunktiven, sondern will langfristig den Wert unserer Firmen steigern. Das wird irgendwann auch die Börse belohnen.“ Der Aktienkurs seines Unternehmens hat sich allerdings seit dem Börsengang vor drei Jahren nahezu halbiert. Seit rund anderthalb Jahren schwankt der Kurs um die 20 Euro.

Derweil sehe sich Rocket Internet in Südostasien viele gute Kandidaten an. Die liquiden Mittel von 3,8 Milliarden Euro, über die das Unternehmen verfügt, verteidigt Samwer damit, dass man Kapital brauche, um wettbewerbsfähig zu sein: „Im Internet kann man nie genug Geld haben, um spannende Online-Geschäftsmodelle zu bauen oder in sie zu investieren. Diese Summen sind auch notwendig, um international mithalten zu können.“ Ob die Aktionäre des Unternehmens diese Erklärung beschwichtigt, wird sich zeigen müssen.

 

Geschrieben von Michael Pohlgeers
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