Kreuzzug gegen 5G – Mönche setzen Mast in Brand

Veröffentlicht: 24.09.2021
imgAktualisierung: 24.09.2021
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 2 Min.
24.09.2021
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Funkmast vor Wolken
© Zapp2Photo / shutterstock.com
Zwei Kapuzinermönche setzten in Frankreich einen 5G-Mast in Brand. Sie wollten ihre Mitmenschen vor der gefährlichen Strahlung schützen.


Im französischen Saint-Forgeux fand in der Nacht vom 14. auf den 15. September ein skurriler Kreuzzug statt, so berichtet Euronews unter Berufung auf die Zeitung Le Progres. Zwei Mönche eines fundamentalistischen, katholischen Ordens setzten dort einen 5G-Mast in Brand. Die geständigen Täter wurden wegen Sachbeschädigung, versuchter Sachbeschädigung durch Brandstiftung sowie krimineller Vereinigung angeklagt und befinden sich nun unter Aufsicht. Der effektive Sachschaden hält sich in Grenzen.

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Zum Wohle der Menschheit

Die beiden Mönche gehören einem Kapuzinerorden des Klosters Saint-François in Villié-Morgon an. Der Orden gehört zur fundamentalistischen Priesterbruderschaft Sankt Pius X. Eine Pressesprecherin des Klosters versuchte, die Tat derweil im Statement gegenüber der französischen Zeitung Le Progres kleinzureden.

So bezeichnet sie das Vorgehen der beiden Mönche als „isolierte Handlung sowie jugendlicher Fehler“. Sie führte weiterhin an, „dass die Strahlen sehr gesundheitsschädlich sind und die beiden zum Wohle der Menschheit handelten“. Die Täter sind wohlgemerkt 39 und 40 Jahre alt – von einem jugendlichen Fehler zu sprechen wirkt also grotesk. 

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Keine wissenschaftlichen Belege

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es keinerlei wissenschaftlichen Nachweis für gesundheitsschädliche Nebenwirkungen der Strahlungen. „Zum aktuellen Zeitpunkt und nach gründlichen Forschungen konnten keinerlei negative Gesundheitsauswirkungen in Verbindung mit der Funkstrahlung gebracht werden“, heißt es seitens der WHO.

Zwar sind die meisten der vorliegenden Studien in niedrigeren Frequenzbereichen durchgeführt worden. Doch führt die WHO hierzu fort: „Wenn die internationalen Richtlinien für die Stärke der Strahlung eingehalten werden, sind keinerlei Auswirkungen auf die Gesundheit der Öffentlichkeit zu erwarten.“

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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Expert/in für: Nachhaltigkeit

Veröffentlicht: 24.09.2021
img Letzte Aktualisierung: 24.09.2021
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