Hochschule Düsseldorf ist Opfer von Bestell-Betrügern

Veröffentlicht: 17.01.2023
imgAktualisierung: 18.01.2023
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 3 Min.
17.01.2023
img 18.01.2023
ca. 3 Min.
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Hand über Laptop Tastatur im Schatten
© smolaw / shutterstock.com
Unbekannte bestellten im Namen der Hochschule Düsseldorf Waren im Wert von 55.000 Euro.


Nicht nur Verbraucherinnen und Verbraucher werden Opfer von Betrugsmaschen im Online-Handel. Mit der Hochschule Düsseldorf wurde jetzt eine ganze Institution zum Ziel von Betrügern. Diese bestellen dabei vornehmlich hochpreisige Artikel wie Notebooks, Fernseher oder Kameras und wählen den Kauf auf Rechnung. Als Kontakt wird dabei der Name einer Assistentin angegeben – die genannte E-Mail Adresse ist jedoch gefälscht. 

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Betrüger benutzten gefälschte E-Mail-Domain

Eine Sprecherin der Hochschule erläuterte gegenüber OnlinehändlerNews das Vorgehen der Betrüger: Über verschiedene Online-Shops werden Produkte bestellt. Als Bestellerin wird eine real-existierende Assistentin angegeben. Doch statt der tatsächlich durch die Hochschule verwendeten E-Mail-Domain @hs-duesseldorf.de werden Adressen mit den Endungen @hochschule-d.de oder @assistentin-hs-duesseldorf.de angeben. 

Shops, welche die Möglichkeit des Rechnungskaufs nicht direkt anbieten, werden, mitunter über ein separates, dem offiziellen Schriftverkehr der Hochschule nachempfundenes, Schreiben um die Bestellung auf Rechnung gebeten. In einem uns vorliegenden Schreiben dieser Art heißt es zur gewünschten Lieferung: „Ich bitte Sie auch, die Bestellung direkt an unsere Mitarbeiter unter folgender Adresse zu übermitteln“.

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Schon 30 Fälle bekannt - Dunkelziffer vermutlich höher

Drei, der bisher bekannten 30 Fälle, wurden so bereits an Adresse außerhalb der Hochschule ausgeliefert. In 27 der Fälle wurde der Betrugsversuch jedoch rechtzeitig erkannt beziehungsweise erfolgte eine Lieferung an die Hochschule. Die so bestellten Waren konnten daraufhin retourniert werden.

Der Warenwert der durch die Betrüger getätigten Bestellungen beträgt derzeit fast 55.000 Euro. Es wird damit gerechnet, dass noch weitere Bestellungen getätigt wurden, bei denen der Betrug erst nach Verstreichen der Rechnungsfrist auffallen wird.

Die Hochschule bringt jeden bekannt gewordenen Fall zur Anzeige. Online-Händlerinnen und Händler, welche aktuell offene Rechnungen mit der Hochschule Düsseldorf haben, sollten sich über die offiziellen Kontaktwege mit der Hochschule in Verbindung setzen und die Legitimität der Bestellung prüfen. 

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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Expert/in für: Nachhaltigkeit

Veröffentlicht: 17.01.2023
img Letzte Aktualisierung: 18.01.2023
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