Weitere Tausende Entlassungen bei Meta geplant

Veröffentlicht: 08.03.2023
imgAktualisierung: 08.03.2023
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 3 Min.
08.03.2023
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ca. 3 Min.
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Smartphone mit Meta-Logo neben Mark Zuckerberg
© Rokas Tenys / shutterstock.com
Der Technologiekonzern Meta plant eine erneute groß angelegte Kündigungswelle. Tausende Mitarbeitende sollen betroffen sein.


Bereits Ende letzten Jahres wurden im Rahmen von Sparmaßnahmen 11.000 Angestellte des Facebook-Mutterkonzerns Meta gehen gelassen. Offenbar drückt der Schuh aber weiterhin, denn jetzt soll das Unternehmen weitere Kürzungen vorsehen. Wie Bloomberg (Paywall) berichtete, könnten im Zuge dessen noch diese Woche weitere Tausende Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz beim Unternehmen verlieren.

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Mark Zuckerberg ruft das „Jahr der Effizienz“ aus

Bereits im Februar soll Konzernchef Zuckerberg gegenüber von Investoren 2023 als das „Jahr der Effizienz“ bezeichnet haben. Demnach sollen in diesem Jahr zahlreiche Bemühungen daraufhin ausgerichtet sein, die Ausgaben zu reduzieren. 

Um dies zu bewerkstelligen, werden Projekte, die entweder nicht erfolgreich genug performen oder mittlerweile redundant sind, radikal weggekürzt werden. Das betrifft dabei Mitarbeitende aller Ebenen. Beispielsweise soll im mittleren Management besonders hart durchgegriffen werden, um die Kommunikationsstrukturen im Allgemeinen zu verschlanken. 

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Überall wird gespart, nur nicht am Metaverse

Während in sämtlichen Bereichen der Rotstift angesetzt wird, scheint Zuckerberg weiterhin zu einhundert Prozent überzeugt, dass das Metaverse die Zukunft ist. Der Unternehmenszweig Reality Labs, der sich mit der Entwicklung von AR- und VR-Anwendungen beschäftigt, konnte während des vierten Quartals des Vorjahres immerhin einen Umsatz von 727 Millionen US-Dollar einfahren. Allerdings bescherte er dem Unternehmen dabei auch Verluste von 4,28 Milliarden US-Dollar.

Vergangenes Jahr hatte das Unternehmen zunehmend mit dem schrumpfenden Werbemarkt zu kämpfen. Finanziell strauchelnde Unternehmen reduzierten ihre Marketing-Budgets dabei deutlich. Auch die zunehmende Konkurrenz durch TikTok beeinflusst den Wert der Marken Facebook und Instagram deutlich.

Die vor kurzem angekündigte Einführung des kostenpflichtigen Modells Meta Verified soll vermutlich helfen, durch die beiden sozialen Netzwerke zusätzliche Einnahmen zu generieren. Für 11,99 US-Dollar im Monat erhalten Konten dabei eine Bestätigung als verifiziertes Konto. Eine Option, die aber vermutlich nur für Unternehmen und Content Creators von wirklichem Interesse sein sollte. 

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Entlassungen noch vor Zuckerbergs Elternzeit

Wie es aus Insiderkreisen gegenüber Bloomberg hieß, wurden höhere Angestellte bereits mit der Aufgabe betreut, Listen möglicher Entlassungskandidaten zu erstellen. Offenbar sollen die Entlassungen dabei noch durchgeführt werden, bevor Mark Zuckerberg in die Elternzeit geht. Der Meta-Chef erwartet aktuell sein drittes Kind mit Ehefrau Priscilla Chan. 

Da die Elternzeit wohl kurz bevor steht, geht Bloomberg davon aus, dass die Entlassungen vermutlich bis spätestens nächste Woche ausgesprochen werden. Eine Stellungnahme des Unternehmens blieb diesbezüglich aber aus.

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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Expert/in für: Nachhaltigkeit

Veröffentlicht: 08.03.2023
img Letzte Aktualisierung: 08.03.2023
Lesezeit: ca. 3 Min.
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KOMMENTARE
1 Kommentare
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X-Beine
09.03.2023

Antworten

Schade für die Mitarbeiter. Gut, wenn Facebook endlich den Bach runtergeht.