Hunderttausende werden in Südostasien zum Internetbetrug gezwungen

Veröffentlicht: 31.08.2023
imgAktualisierung: 31.08.2023
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 3 Min.
31.08.2023
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Flagge der Vereinten Nationen
© Alexandros Michailidis / Shutterstock.com
In Asien werden Hunderttausende Menschen gezwungen, Online-Betrug zu begehen. Das legt ein Bericht der UN offen.


Die heutigen Themen im Überblick:

  • Laut der UN werden in Asien Hunderttausende zum Online-Betrug gezwungen 
  • Die Inflationsrate in Deutschland ist leicht gesunken
  • Delivery Hero kann den Verlust deutlich verringern

 

Internetbetrug ist eine globale Gefahr und bringt Jahr für Jahr Millionen Menschen um sensible Daten und/oder Geld. Die Vereinten Nationen haben sich nun auch mit Hintergründen beschäftigt und in einem Bericht darauf verwiesen, dass es zwei Arten von Opfern gibt: jene Internetnutzer, die direkt durch entsprechende Betrugsmaschen geschädigt werden, und jene, die durch Zwangsarbeit zum Online-Betrug gezwungen werden. Demnach gebe es in Südostasien Hunderttausende Menschen, die von Kriminellen für betrügerische Prozesse missbraucht werden.

Der Bericht des Hohen Kommissars für Menschenrechte der Vereinten Nationen geht von mindestens 120.000 Menschen in Myanmar und nochmals etwa 100.000 Menschen in Kambodscha aus, die einem solchen Zwang unterliegen. Außerdem gebe es viele Betroffene in Thailand, auf den Philippinen sowie in Laos. 

„Die Opfer würden teilweise gefoltert, grausam und unmenschlich erniedrigt, willkürlich inhaftiert, ihnen werde sexuelle Gewalt angetan und es gebe Zwangsarbeit und andere Menschenrechtsverletzungen“, schreibt Heise Online mit Blick auf den Bericht. Hinter solchen Verbrechen stehen demnach kriminelle Banden, die wohl Milliarden umsetzen. Die Größe des Problems sei allerdings schwierig abzustecken.

Bei den Opfern handele es sich vor allem um Männer, doch auch Frauen und Kinder, die sowohl aus Ost- und Südasien als auch Herkunftsländern wie Brasilien, Ostafrika oder der Türkei stammen. Nicht selten würden sie selbst verfolgt, weil sie als Kriminelle eingestuft würden. Laut der UN müsse in den betroffenen Staaten die Politik zum Einsatz kommen, um die eigentlichen Opfer zu schützen, Menschenrechte sowie die Rechtsstaatlichkeit zu stärken – auch der Kampf gegen Korruption sei hier ein zentraler Aspekt, der angegangen werden müsse.

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Inflationsrate sinkt weiter

Eine große Belastung durch hohe Preise erleben die Bundesbürgerinnen und -bürger auch weiterhin, allerdings gibt es einen positiven Trend: Die Inflationsrate in Deutschland hat im August einen leichten Rückgang verzeichnet. Laut dem Statistischen Bundesamt und nach vorläufigen Daten lag sie bei 6,1 Prozent. Für den Juli wurde noch ein Wert von 6,2 Prozent ausgewiesen.

Von den Teuerungen betroffen waren insbesondere Nahrungsmittel, aber auch Energie, wie es in einer dpa-Meldung bei FashionNetwork heißt: „Nahrungsmittel verteuerten sich den vorläufigen Berechnungen der Statistiker zufolge binnen Jahresfrist um 9,0 Prozent. Im Juli hatten die Nahrungsmittelpreise hierzulande um 11,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen, im Juni waren es noch 13,7 Prozent.“ Im Energiebereich lag das Plus im Vergleich mit dem Vorjahresmonat bei 8,3 Prozent, während es im Juli lediglich 5,7 Prozent waren.

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Delivery Hero kann Verluste deutlich reduzieren

Die Essenslieferplattform Delivery Hero schreibt noch immer hohe Veruste, allerdings konnten diese deutlich reduziert werden: Für das erste Halbjahr liege der Fehlbetrag nach Angaben des Manager Magazins bei rund 832 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum lag das Minus bei fast 1,5 Milliarden Euro. Trotz der Verbesserung zeigten sich die Analysten nicht zufrieden, sie hatten mit geringeren Verlusten in Höhe von knapp 570 Millionen Euro gerechnet.

Für das zweite Halbjahr habe sich der Lieferdienst einen steigenden Umsatz und ein verbessertes operatives Ergebnis vorgenommen.

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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Expert/in für: Amazon

Veröffentlicht: 31.08.2023
img Letzte Aktualisierung: 31.08.2023
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