Kleinanzeigen-Mutter Adevinta steht vor dem Verkauf

Veröffentlicht: 25.09.2023
imgAktualisierung: 25.09.2023
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 3 Min.
25.09.2023
img 25.09.2023
ca. 3 Min.
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Kleinanzeigen auf Laptop
© © Kleinanzeigen / Adevinta
Die Kleinanzeigen-Mutter Adevinta soll kurz vor einer Übernahme stehen, die schwache Wirtschaft mildert den Fachkräftemangel und Edeka nimmt die Kelloggs-Produkte aus dem Sortiment.


Guten Morgen!
Das sind die wichtigsten Branchenthemen zum Wochenanfang:
Adevinta vor Verkauf?
 Die schwache Wirtschaft mildet den Fachkräftemangel 
 Keine Kellogg’s-Produkte mehr bei Edeka

 

Adevinta, Betreiber der Online-Marktplätze Kleinanzeigen.de (ehemals Ebay Kleinanzeigen) oder Mobile.de, soll kurz vor dem Verkauf stehen. Verschiedene Investmentgesellschaften, darunter Permira und Blackstone, sollen dem norwegischen Konzern jetzt ein Übernahmeangebot in Milliardenhöhe vorgelegt haben, wie das Manager Magazin berichtet. Noch gebe es allerdings keine genaue Summe, aktuell stehe man noch am Anfang der Gespräche. Ebay und der Verlagskonzern Schibsted, derzeit noch größte Aktionäre von Adevinta, würden einem Verkauf prinzipiell zustimmen. Beide Unternehmen würden im Falle einer Übernahme kleinere Beteiligungen aufrechterhalten.

Obwohl der Verkauf noch längst nicht in trockenen Tüchern ist, hat bereits die Ankündigung für Bewegung an der Börse gesorgt. Die Aktien von Adevinta kletterten um rund 20 Prozent nach oben, bei Schibsted waren es 13 Prozent. Und auch die Ebay-Aktien stiegen an der US-Technologiebörse Nasdaq um 3,5 Prozent an. 

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Leichte Entspannung beim Fachkräftemangel

Noch immer fehlt es in Deutschland in zahlreichen Betrieben an qualifiziertem Personal. Im Juni konnten knapp 528.000 offene Stellen nicht besetzt werden, wie aktuelle Zahlen des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa) beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen. Aufgrund der schwachen Konjunktur gab es im Vergleich zum Vorjahr allerdings eine leichte Entspannung, im Juni 2022 war die Lücke an Fachkräften mit 612.000 unbesetzten Stellen noch um 13,8 Prozent höher, wie es nach Angaben des Spiegels heißt.

Trotz der leichten Entspannung, ausgelöst durch die schlechte wirtschaftliche Lage, bleiben nach wie vor gut vier von zehn offenen Stellen aufgrund fehlender qualifizierter Bewerber unbesetzt. Besonders in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung fehlt es nach wie vor an geeignetem Personal, aber auch bei den Berufen, die für das Erreichen der Klimaziele entscheidend sind, gibt es zahlreiche Lücken. Von 100 Stellen in der regenerativen Energietechnik und der Leitungsinstallation konnten im Juni lediglich 35 bzw. 20 besetzt werden.

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Edeka verbannt Kellogg’s-Produkte 

Edeka-Kunden werden ihre  Frosties, Smacks oder Kellogg’s schon bald woanders kaufen müssen, denn der Supermarkt bietet diese Produkte künftig nicht mehr an. Grund ist ein schwelender Preiskampf mit dem Hersteller. Edeka hat die „exorbitanten Preisforderungen“ des Frühstücksflockenherstellers nicht akzeptiert, wie es beim Spiegel mit Verweis auf die Lebensmittel-Zeitung vom Einzelhändler heißt. „Kellogg lässt es bewusst auf Eskalation ankommen und hat die Belieferung gestoppt“, so das Unternehmen. Angeblich soll Kellogg’s bis zu 45 Prozent höhere Einkaufspreise verlangt haben.

Edeka ist nicht die einzige Supermarktkette, die Kellogg’s-Produkte aus den Regalen nehmen muss. Auch Rewe hat sich mit dem Hersteller aufgrund unterschiedlicher Preisvorstellungen überworfen, bereits Ende des letzten Jahres verschwanden hier die Kellogg’s-Marken.

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Corinna Flemming

Corinna Flemming

Expert/in für: Internationales

Veröffentlicht: 25.09.2023
img Letzte Aktualisierung: 25.09.2023
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