Konkurrenz für Temu und Co.: Amazon plant eigene Billig-Sparte

Veröffentlicht: 27.06.2024
imgAktualisierung: 27.06.2024
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 2 Min.
27.06.2024
img 27.06.2024
ca. 2 Min.
Anzeige
Amazon auf Bildschirm mit Blumen
© Erstellt mit DALL-E
Amazon will wohl in Konkurrenz zu Temu und Shein treten und plant jetzt eine eigene Billig-Sparte mit Discount-Angeboten.


Amazon will sich wohl nicht länger von der Konkurrenz rund um Temu und Shein das Wasser abgraben lassen und plant verschiedenen US-Medien zufolge eine eigene Billig-Sparte. Diese soll preisgünstige Mode- und Lifestyle-Artikel anbieten und es chinesischen Verkäufern ermöglichen, direkt an US-Kunden zu liefern. Das neue Angebot wurde jetzt auf einer exklusiven Konferenz für chinesische Verkäufer vorgestellt und zielt darauf ab, die wachsende Konkurrenz durch die Billigmarktplätze abzuwehren. 

Wie CNBC zu den Plänen von Amazon berichtet, soll der Discount-Bereich zahlreiche markenlose Artikel umfassen, von denen viele unter 20 Dollar kosten. Die Produkte sollen dann direkt aus China in die USA versendet und innerhalb von neun bis elf Tagen zugestellt werden. Bisher nutzten chinesische Verkäufer Amazons Fulfillment-Dienste, um Waren an US-Lagerhäuser zu senden, bevor sie an Kunden verschickt wurden.

Anzeige

Neues Angebot könnte bereits im Herbst starten

Chinesische Händler sind bereits seit vielen Jahren ein bedeutender Teil von Amazons Marktplatz. Nach eigenen Angaben ist die Anzahl der von chinesischen Händlern auf der Website verkauften Artikel 2023 im Jahresvergleich um mehr als 20 Prozent gestiegen, gleichzeitig nahm auch die Anzahl der chinesischen Verkäufer mit einem Umsatz von über 10 Millionen Dollar um 30 Prozent zu.

In den letzten Jahren hat Amazon seine Bemühungen dahingehend noch einmal verstärkt, in China ansässige Verkäufer zu gewinnen, da auch die Konkurrenz immer weiter zunimmt. Im Dezember vergangenen Jahres kündigte Amazon erst ein neues „Innovationszentrum“ in Shenzhen an, einem wichtigen Technologie- und Fertigungshub, und senkte die Gebühren für Händler, die Kleidung unter 20 Dollar verkaufen.

Zwar wollte sich Amazon nicht detailliert zu den Plänen äußern, Amazon-Sprecherin Maria Boschetti erklärte allerdings gegenüber CNBC: „Wir erkunden stets neue Wege, um mit unseren Verkaufspartnern zusammenzuarbeiten und unsere Kunden mit mehr Auswahl, niedrigeren Preisen und größerem Komfort zu begeistern.“ Ein konkretes Datum für den Start des neuen Angebots wurde nicht genannt, im Zuge der Präsentation wurde allerdings deutlich, dass im Herbst mit der Annahme von Produkten begonnen werden soll.

Anzeige
Corinna Flemming

Corinna Flemming

Expert/in für: Internationales

Veröffentlicht: 27.06.2024
img Letzte Aktualisierung: 27.06.2024
Lesezeit: ca. 2 Min.
Artikel weiterempfehlen
KOMMENTARE
0 Kommentare
Kommentar schreiben