Echte PayPal-Konkurrenz? 16 Banken starten mobiles Bezahlsystem – mit angezogener Handbremse

Veröffentlicht: 02.07.2024
imgAktualisierung: 02.07.2024
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 3 Min.
02.07.2024
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Mobile Payment
© maxxyustas / Depositphotos.com
Das neue Bezahlsystem Wero startet in Deutschland mit Unterstützung der Sparkassen und Volksbanken. Als europäische Alternative zu PayPal ermöglicht Wero Echtzeit-Zahlungen ohne IBAN und soll die europäische Souveränität im Zahlungsverkehr stärken.


PayPal belegt bei den beliebtesten Bezahlarten regelmäßig den ersten Platz. Die Nutzung ist schnell, einfach und in der Regel günstig. Die European Payments Initiative (EPI) hat daher schon seit einiger Zeit an einem Konkurrenzprodukt gearbeitet, um hiesige Banken zu stärken. Nun ist das Wero genannte Bezahlsystem gestartet. Zum Auftakt sind aus Deutschland die meisten Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken dabei.

Wero soll die Geldübertragung in Echtzeit gewährleisten – ganz wie man es von PayPal kennt, also ohne die Eingabe der 22-stelligen IBAN. Stattdessen kann einfach die Mobiltelefonnummer oder E-Mail-Adresse genutzt werden. Das Bezahlsystem startet aber zunächst mit einem klaren Wettbewerbsnachteil. Vorerst wird es mit Wero lediglich möglich sein, mobile Zahlungen von einem Smartphone auf das andere zu tätigen. Erst 2025 soll die Möglichkeit hinzukommen, auch online zu bezahlen – Zahlungen im Einzelhandel folgen erst 2026.

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Abhängigkeit externer Anbieter mindern

Mit Wero wollen die Banken der EPI ein Gegengewicht zu internationalen Zahlungsanbietern wie PayPal, Visa oder Mastercard implementieren und außerdem der immer größeren Verbreitung von Apple Pay und Google Pay entgegenwirken. „Wero wird die europäische Souveränität im Zahlungsverkehr stärken. Bisher haben wir in Europa kein eigenes gemeinsames Zahlverfahren“, so Joachim Schmalzl, Vorstand im Sparkassenverband DSGV und Aufsichtsratsvorsitzender von EPI, laut Spiegel.

Vor allem gehe es darum, die Abhängigkeit von internationalen Anbietern zu verringern. Angebote, wie zum Beispiel die Girocard in Deutschland, sind bei grenzüberschreitenden Zahlungen trotzdem auf außereuropäische Anbieter angewiesen. „Wero wird diese Abhängigkeit nachhaltig und langfristig beenden, indem es hier eine europäische Alternative bietet und damit auch die Wertschöpfung im Bereich Zahlungsverkehr innerhalb Europas hält“, so Schmalzl.

Extra registrieren müssen sich Nutzer:innen für Wero nicht. Die Funktion kann einfach in der jeweiligen Banking-App der teilnehmenden Banken aktiviert werden.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

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Christoph Pech

Christoph Pech

Expert/in für: Digital Tech

Veröffentlicht: 02.07.2024
img Letzte Aktualisierung: 02.07.2024
Lesezeit: ca. 3 Min.
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KOMMENTARE
2 Kommentare
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brrrrr
05.07.2024

Antworten

höchste Zeit so.
Werde es auch mit 80 J. sofort ausprobieren
K.I.
03.07.2024

Antworten

zu langsam, zu spät und halbherzig. So wird das sicherlich nicht erfolgreich geschweige denn überleben. Das ist null PayPal-Konkurre nz!