Schädliche Bots im Online-Handel breiten sich weiter aus

Veröffentlicht: 27.09.2019
imgAktualisierung: 27.09.2019
Geschrieben von: Markus Gärtner
Lesezeit: ca. 2 Min.
27.09.2019
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Hand auf Laptop
© JARIRIYAWAT / Shutterstock.com
Schädliche Bots werden immer mehr und können Online-Händlern auf verschieden Weise schaden, zeigt eine Studie.


Bots sind Programme, die meist einfache Aufgaben im Web wiederholt und automatisch ausführen. Dabei steigt im E-Commerce vor allem die Anzahl und Komplexität von schädlichen Programmen, wie eine Studie des Cybersecurity-Unternehmens Imperva zeigt, über die t3n berichtet. Online-Händler müssen sich dabei gegen verschiedene Attacken wehren.

Laut der Studie stammt bereits ein Fünftel des Traffics auf E-Commerce-Seiten von schädlichen Bots. Die Anzahl komplexer Schad-Bots sei im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent angestiegen. Eine mögliche Ursache: Auch die Webseiten-Betreiber haben ihre Maßnahmen verbessert, es kommt zu einer Art Wettrüsten.

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So schaden Bots Online-Händlern

Die Schadprogramme werden auf verschiedene Weise eingesetzt. Bots können schnell und einfach Inhalte wie etwas das gesamte Sortiment inklusive Preise eines anderen Händlers kopieren, die Gegenseite kann den Preis für ihre Waren dann jeweils automatisch runterfahren und die Konkurrenz unterbieten. Durch gezielte Attacken können Bots auch die Infrastruktur eines missliebigen Konkurrenten lahm legen. Außerdem können schädliche Bots Kundenaccounts übernehmen und etwa Kreditkartenbetrug verursachen. Ein Beispiel aus dem Mode-Handel: Neue Produkte der Marke Supreme sind heiß begehrt – oft jedoch schon binnen Sekunden ausverkauft durch Bots, die automatisch zuschlagen. Die Bot-Nutzer verkaufen die limitierten Artikel dann teurer auf Online-Marktplätzen.

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Das können Händler gegen Bot-Attacken tun

Für Online-Händler wird es immer schwerer, sich gegen Bots zur Wehr zu setzen. „Ein genaues Verständnis der Bot-Bedrohungen ist ein wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung“, erklärt Tiffany Olson Kleemann von Imperva. Betroffene Unternehmen sollten auf entsprechende Technologien zurückgreifen.

Die Hintermänner sind dabei selten auszumachen. Mit rund zwei Drittel kommen laut Studie die meisten Bots aus den USA, etwa zehn Prozent aus Deutschland. Dabei müssen die Nutzer solcher Bots diese nicht einmal selbst programmieren, sondern können sie im Web bei verschiedenen Anbietern kaufen.

Für seine Studie hat das Cybersicherheits-Unternehmen im Juli 2019 rund 16,4 Milliarden Zugriffe auf 231 Domains untersucht. Die Studie kann man hier einsehen.

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Markus Gärtner

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Veröffentlicht: 27.09.2019
img Letzte Aktualisierung: 27.09.2019
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