MediaMarkt und Saturn steigern Online-Umsätze im April um 300 Prozent

Veröffentlicht: 15.05.2020
imgAktualisierung: 15.05.2020
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
15.05.2020
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Filiale der Elektrokette MediaMarkt
© Namitha Hebbar / Shutterstock.com
Die Konzernmutter von MediaMarkt und Saturn, Ceconomy, kämpft mit Auswirkungen des Coronavirus.


Das Coronavirus hat massiv auf die Geschäfte der Elektronikketten MediaMarkt und Saturn sowie des Mutterkonzerns Ceconomy gedrückt. Durch die verordneten Schutzmaßnahmen und die damit einhergehende Schließung der stationären Geschäfte wurden aber auch gleichzeitig die Online-Verkäufe kräftig angekurbelt.

Den Höhepunkt dieser Entwicklung bildete der April, in dem die Online-Umsätze von Saturn und MediaMarkt um satte 300 Prozent gestiegen seien, berichtet das Techportal Golem mit Verweis auf Ceconomy. Einen Monat zuvor – also im März 2020 – hatten sich die reinen Online-Verkäufe mit einem Zuwachs um 98 Prozent fast verdoppelt. 

Rückt man allein das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 in den Blick, so lagen die reinen Internet-Verkäufe (das heißt ohne die Pick-up-Bestellungen und Lieferungen aus den Geschäften) bei einem Plus von 22,9 Prozent und einem Wert von 859 Millionen Euro. Der Online-Anteil am gesamten Umsatz lag dementsprechend bei 18,6 Prozent.

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Mehr als 300 Millionen Euro Verlust für Ceconomy

Allerdings können die florierenden Online-Geschäfte die Einbrüche durch die Coronakrise nicht gänzlich abpuffern. Der Verlust der MediaMarkt- und Saturn-Mutter Ceconomy lag im Quartal bei 309 Millionen Euro. Zum Vergleich: Vor Jahresfrist stand unterm Strich noch ein Gewinn von 20 Millionen Euro, berichtet Reuters. Der Ceconomy-Umsatz ging im zweiten Quartal um 7,7 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro zurück.

Getrieben wurden die Verluste neben der Pandemie auch durch hohe Abschreibungen, die der Konzern auf die Beteiligung an der französischen Handelskette Fnac Darty machen musste. „Das Jahr 2020 bleibt außergewöhnlich und herausfordernd, da das Ausmaß und die Dauer der Krise unvorhersehbar sind. Sie bietet allerdings auch die Chance, die Transformation des Unternehmens zu beschleunigen“, zitiert Golem Bernhard Düttmann, Vorstandschef bei Ceconomy.

Die Entwicklungen durch die Pandemie werden sich demnach auch deutlich auf das Gesamtjahr auswirken. Es wird ein Rückgang des währungsbereinigten Gesamtumsatzes erwartet. Laut Reuters geht Ceconomy von einem deutlich schrumpfenden Ebit aus.

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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Expert/in für: Amazon

Veröffentlicht: 15.05.2020
img Letzte Aktualisierung: 15.05.2020
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