Corona führt zu deutlichen Umsatzeinbrüchen bei H&M und Zara

Veröffentlicht: 15.12.2020
imgAktualisierung: 15.12.2020
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 2 Min.
15.12.2020
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H&M Markenlogo
© A. Aleksandravicius / Shutterstock.com
Die Auswirkungen des Lockdowns spiegeln sich in den Geschäftsergebnissen der Modehändler deutlich wieder. Bei H&M und Zara brachen die Umsätze ein.


Die H&M-Gruppe und der Zara-Mutterkonzern Inditex verzeichnen in diesem Geschäftsjahr deutliche Einbußen. Der Modehandel, vor allem der stationäre, bekommt die Auswirkungen der Corona-Pandemie besonders deutlich zu spüren. 

So sank im Geschäftsjahr von Dezember 2019 bis November 2020 der Umsatz von H&M um 18 Prozent auf umgerechnet rund 18,3 Milliarden Euro. „Die H&M-Gruppe begann das Jahr stark und mit einer erfreulichen Entwicklung, bis sich die erste Welle von Covid-19 auswirkte“, so der Konzern in einer aktuellen Mitteilung. Vor allem im zweiten Quartal führten die vorübergehenden Ladenschließungen sowie der deutliche Rückgang der Kundenbesuche in den Geschäften „zu einem erheblichen Umsatzrückgang“. Im letzten Quartal wurden zehn Prozent weniger Umsatz eingefahren. Der vollständige Geschäftsbericht solle Ende Januar erscheinen. 

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Gewinn- und Umsatzeinbruch bei Zara

Bei der Zara-Mutter Inditex, die neben Zara auch die Bekleidungsketten Bershka und Massimo Dutti unter einem Dach vereint, sind vor allem die Gewinne zwischen Februar und Oktober sehr stark zurückgegangen. So brach der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um drei Viertel ein, sodass sich dieser nunmehr auf 671 Millionen Euro belaufe, meldet die Süddeutsche Zeitung.

Gleichsam gingen die Umsätze des Konzerns in den letzten neun Monaten um 30 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis, der Gewinn vor Steuern und Zinsen, lag zwischen Februar und Oktober zwischen 3,3 Milliarden Euro – im Vorjahreszeitraum waren es noch 5,7 Milliarden Euro.

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Modeverband erwartet Insolvenzwelle in der Bekleidungsindustrie

Eine umfassende Studie des Versicherers Euler Hermes prophezeite im November eine Pleitewelle im Modehandel. Das Unternehmen ging für das laufende Jahr im Bekleidungshandel von einem Umsatzverlust von 19 Prozent, insgesamt etwa 12 Milliarden Euro, aus.  

Die Ladenschließungen über mehrere Wochen hinweg würden außerdem nicht nur im stationären Handel, sondern auch in der deutschen Bekleidungsindustrie zu merklichen Schwierigkeiten führen. Diese sei hierzulande stark vom Export abhängig. Laut dem Modeverband GermanFashion würde mehr als ein Drittel des Umsatzes im Ausland erzielt, wie auf dem Portal Fashionunited zu lesen ist. Wenn Läden europaweit schließen, fallen wichtige Absatzmärkte weg, wodurch vielen mittelständischen Firmen eine Insolvenz drohe.  

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Hanna Behn

Hanna Behn

Expert/in für: Handel & Unternehmertum

Veröffentlicht: 15.12.2020
img Letzte Aktualisierung: 15.12.2020
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