Corona-Krankmeldungen haben sich in vier Wochen verdoppelt

Veröffentlicht: 21.07.2022
imgAktualisierung: 08.03.2023
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
21.07.2022
img 08.03.2023
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Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
© M. Schuppich / Shutterstock.com
Für viele Unternehmen ist der hohe Stand an Krankschreibungen derzeit schwierig.


Während der Sommer mit hitzigen Temperaturen viele Menschen in Freibad- und Biergartenlaune versetzt, kämpfen aktuell zahlreiche Unternehmen mit teils massiven personellen Engpässen durch das Covid-19-Virus. Die befürchtete Corona-Sommerwelle, vor der Experten schon vor Wochen gewarnt hatten, wird auch an den Krankenständen deutlich.

Nach neuen Daten der Barmer Ersatzkasse haben sich die Fälle entsprechender coronabedingter Krankmeldungen in den vergangenen vier Wochen verdoppelt. Die Lage sei an einigen Stellen derart angespannt, dass es Betriebe gebe, die „an den Rand der Arbeitsfähigkeit“ gedrängt werden. Verkürzte Öffnungszeiten und veränderte Fahrpläne bei öffentlichen Verkehrsunternehmen seien die Folge.

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Niedersachsen als aktuelle Hochburg der Corona-Krankschreibungen

„Nach einem Tiefstand von 64 Arbeitsunfähigen je 10.000 Versicherten in der 22. Kalenderwoche (29. Mai bis 4. Juni) stieg die Zahl bis zur 26. Kalenderwoche (26. Juni bis 2. Juli) um fast hundert Prozent auf 123 je 10.000 Versicherte“, schreibt der Spiegel und verweist auf Berichte des RND, das sich wiederum auf Zahlen der Barmer beruft.

Dabei seien die Entwicklungen nicht in jeder Region in gleichem Maße kritisch: Als Hotspot werden beispielsweise Niedersachsen eingestuft. Hier wurden im Zeitraum vom 26. Juni bis 2. Juli 171 Krankschreibungen pro 10.000 Anspruchsberechtigte ermittelt. Ebenfalls stark betroffen sind Schleswig-Holstein mit 169 sowie Rheinland-Pfalz mit 154 betroffenen Versicherten. Entspannter sieht die Lage den Zahlen gemäß in Sachsen-Anhalt aus: Mit 83 Betroffenen pro 10.000 Anspruchsberechtigten gab in keinem anderen Bundesland in der KW 26 weniger Betroffene.

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Bisheriger Höchstwert im März/April dieses Jahres

Der historisch kritische Höchstwert an verzeichneten Krankschreibungen durch Corona wurde bei dem Versicherer Ende März/Anfang April 2022 registriert. In der 13. Kalenderwoche, vom 27. März bis 2. April, waren bis zu 235 Beschäftigte auf 10.000 Barmer-Versicherte mit Anspruch auf Krankengeld entsprechend als arbeitsunfähig krankgeschrieben. Die Barmer kann auf einen Versicherten-Stamm von rund neun Millionen Menschen in Deutschland blicken und ist somit hierzulande die zweitgrößte gesetzliche Krankenkasse.

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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Expert/in für: Amazon

Veröffentlicht: 21.07.2022
img Letzte Aktualisierung: 08.03.2023
Lesezeit: ca. 2 Min.
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KOMMENTARE
1 Kommentare
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Karl Ranseier
22.07.2022

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Das sind Krankenstände von unter zwei Prozent zusätzlich. Wenn das den Betrieb schon deutlich ins wanken bringt, sollte man vielleicht doch mal etwas weniger Personaloptimie rung betreiben, gell?