Homeoffice erhöht den Drogenkonsum

Veröffentlicht: 18.10.2022
imgAktualisierung: 18.10.2022
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 2 Min.
18.10.2022
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Tabletten in Handfläche
© Pheelings media / Shutterstock.com
Laut einer aktuellen Studie ist der Konsum von nicht verschreibungspflichtigen Präparate in Zeiten von Homeoffice drastisch nach oben gegangen.


Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat sich das Modell von Homeoffice fest in unser Arbeitsleben integriert. Wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht, bedeutet das Arbeiten von Zuhause für viele Beschäftigte allerdings Fluch und Segen zugleich. Demnach empfinden 28 Prozent, dass sich das Arbeitspensum erhöht hat, bei 25 Prozent hat die Arbeitszeit zugenommen. Das Paradoxe: Gleichzeitig geben 36 Prozent der Studienteilnehmer an, eine bessere Work-Life-Balance und mehr Zeit für Familie und Freunde zu haben. 

Dies sind zentrale Ergebnisse des „Wohlfühlreports Homeoffice 2022“ von Nfon. Gemeinsam mit Statista hat das Unternehmen jeweils 1.000 Personen aus acht europäischen Ländern zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie und Homeoffice befragt, wobei die sozialen Aspekte bei der Vereinbarung von Beruf und Privatleben im Vordergrund standen.

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Sprunghafter Anstieg der Einnahme von Präparaten

Insgesamt erleben 37 Prozent der Teilnehmer ein Stressgefühl im Homeoffice. Hauptfaktoren sind der fehlende Austausch mit Kollegen (35 Prozent), die fehlende Abgrenzung zwischen Privatem und Beruflichen (30 Prozent) und der sogenannte Technostress (20 Prozent), wie unpassende Ausstattung oder Akkuprobleme. „Arbeitsbereiche sind auch Lebensbereiche und im Zeitalter der Digitalisierung verändern diese sich ständig und sehr schnell, jede Branche und jeder Arbeitgeber hat unterschiedliche Anforderungen denen sich die Beschäftigen unterordnen müssen. Europas Unternehmen müssen in der Zukunft wissen, dass Digitalität und Psychologie zusammengehören. Diskussionen über den Burnout im digitalen Zeitalter oder Technostress werden zunehmend wichtig“, betont Christian Montag, Autor der Nfon-Studie und Professor für Molekulare Psychologie in Ulm.

Um dem entgegenzuwirken, greifen immer mehr Angestellte zu Drogen. Wie aus dem Wohlfühlreport hervorgeht, greifen 34,4 Prozent der Teilnehmer zu Präparaten (beispielsweise Melatonin, legale Hanfprodukte, Pflanzenextrakte, Vitamine, Beruhigungstee), um das eigene Wohlbefinden zu verbessern. 18 Prozent wollen mit der Einnahme von nicht verschreibungspflichtigen Präparaten ihre Konzentration steigern, für 13 Prozent dient es zur Erholung. 

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Hohe mentale Belastung

Europäische Arbeitnehmer scheinen aktuell in einer Zwickmühle zu stecken. Auf der einen Seite genießen sie die erhöhte Flexibilität dank des Homeoffice, auf der anderen Seite führt die aktuelle Situation aber auch zu mehr Stress und einer erhöhten mentalen Belastung. Einen Ausweg daraus scheint für viele nur über eine Kündigung zu gehen. Laut dem Report planen knapp 22 Prozent aufgrund ihrer Homeoffice-Erfahrungen seit Beginn der Pandemie bereits ihren Ausstieg aus dem Job, knapp 10 Prozent haben bereits gekündigt.

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Corinna Flemming

Corinna Flemming

Expert/in für: Internationales

Veröffentlicht: 18.10.2022
img Letzte Aktualisierung: 18.10.2022
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