Homeoffice fegt weiter die Büros leer – ungenutzte Flächen verdreifacht

Veröffentlicht: 17.05.2023
imgAktualisierung: 17.05.2023
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
17.05.2023
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Leeres Büro
© PeopleImages.com - Yuri A / Shutterstock.com
Das ifo Institut belegt mit neuen Zahlen den Rückgang der Bürobelegung in deutschen Unternehmen.


In Zeiten der Pandemie waren viele Arbeitgeber gezwungen, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken. Und obwohl mit abflauenden Infektionen viele Angestellte an ihre Arbeitsplätze vor Ort zurückgekehrt sind, bleibt das flexible Arbeiten von zu Hause aus weiterhin beliebt. Das zeigt sich auch an deutlichen Leerständen in den Büros.

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Leere Flächen variieren je nach Bereichen sehr stark

Laut einer Umfrage des ifo Instituts bleiben nach aktuellem Stand an einem Durchschnitts-Tag rund 12,3 Prozent aller Arbeitsplätze vor Ort nicht ausgelastet, weil Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Hause oder mobil arbeiten. Der Vergleich mit dem Wert aus 2019 macht die Entwicklung deutlich: Damals waren es lediglich 4,6 Prozent der Flächen. „Der Anteil der ungenutzten Arbeitsplätze in den Büros hat sich also etwa verdreifacht“, kommentiert Simon Krause, Experte von ifo. 

Allerdings, so zeigt die Umfrage ebenfalls, variieren die Anteile sowie die Steigerungen seit 2019 je nach Bereich sehr stark: Während der Wert ungenutzter Flächen im Dienstleistungssektor beispielsweise von 6,2 auf 16,8 und im verarbeitenden Gewerbe von 3,1 auf aktuell 9,6 Prozent geklettert sind, sind die Zuwächse in anderen Sektoren deutlich geringer. Im Handel lag der Wert 2019 etwa bei 3,2 Prozent und ist aktuell nur auf 5,8 angewachsen. Noch niedriger sind die Werte im Bauhauptgewerbe, wo sich der Anteil von 1,7 auf 2,5 Prozent entwickelt hat.

Bereiche, in denen die Büros auch nach Corona augenscheinlich deutlich leerer bleiben, sind den Angaben des ifo Instituts zufolge die Branchen der Informationstechnik, aber auch Marktforschung und Werbung sowie der Pharma-Bereich und Unternehmensberatung.

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Homeoffice-Trend erhöht Druck auf den Einzelhandel

„Etwa ein Viertel der Beschäftigten arbeitet regelmäßig im Homeoffice. Manche Firmen wandeln leere Büros um in Coworking-Spaces für mehr persönlichen Austausch an den Präsenztagen. Andere Unternehmen verringern ihren Flächenbedarf, um Kosten für die nicht genutzten Büros einzusparen“, kommentiert Krause weiter.

Der Trend zum Homeoffice habe dem Experten zufolge nicht nur Auswirkungen auf den Immobilienmarkt, der durch hohe Baukosten und Zinsen bereits spürbare Belastungen erlebe, sondern auch auf den Einzelhandel, wo die Umsätze aufgrund der fehlenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den innenstädtischen Büros teils deutlich zurückgegangen sind.

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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Expert/in für: Amazon

Veröffentlicht: 17.05.2023
img Letzte Aktualisierung: 17.05.2023
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