Puma entfernt Produktfälschungen in Millionenhöhe

Veröffentlicht: 15.06.2023
imgAktualisierung: 26.06.2023
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 2 Min.
15.06.2023
img 26.06.2023
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Puma-Logo
© DW labs Incorporated / Shutterstock.com
Gefälschte Produkte sind ein Ärgernis für Markeninhaber. Puma nutzt für deren Löschung nun eine KI-Software.


Gefälschte Markenartikel zu erwerben, erfreut sich zwar vor allem unter den jüngeren Leuten einer gewissen Beliebtheit – doch bei den Markeninhabern sind derartige Plagiate mit Umsatzeinbußen oder auch Rufschädigungen verbunden. Um Produktfälschungen auf die Schliche zu kommen, hatte Sportartikelhersteller Puma nun über einen Zeitraum von 16 Monaten eine Anti-Betrugs-Software im Einsatz, die mit künstlicher Intelligenz arbeitet.

Innerhalb dieser Zeit sei es Puma mit dem entsprechenden Tool des Herstellers Red Points gelungen, 760.000 Fake-Artikel aufzuspüren. Diese fanden sich unter anderem auf Marktplätzen, Social-Media-Plattformen, Websites und Suchmaschinen und konnten entfernt werden. Die gefälschten Waren sollen einen Wert von insgesamt mehr als 500 Millionen US-Dollar gehabt haben. 

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Weltweite Scans

Die KI-Software sei in der Lage, das Internet in Hinblick auf rechtsverletzende Einträge, URLs und soziale Konten zu scannen. Dies geschehe auf Plattformen weltweit. Ein besonderes Augenmerk liege aber beispielsweise auf südostasiatischen Märkten mit Shopping-Platttformen wie etwa Shopee, Tokopedia und Lazada, auf denen Millionen Personen einkaufen und Originale wie Plagiate oft nebeneinander zu finden seien. 

Wird ein entsprechendes Plagiat erkannt, könne das Tool auch automatisch die Löschung verlangen. 

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Viel Missbrauch auf TikTok & Co. 

Daneben gebe es aber auch in sozialen Netzwerken offenbar immer wieder Angebote von Fake-Produkten: „Wir haben festgestellt, dass vor allem hochdynamische Social-Media-Plattformen wie TikTok ein immenses Potenzial für Markenmissbrauch bergen. Dort versuchen Betrüger verstärkt, Puma-Kunden mit Videos auf gefälschten Landingpages in die Falle zu locken“, erklärt Wei Zhang, Senior Counsel Brand Protection bei Puma. „Wer sich vor diesem Missbrauch nicht schützt, riskiert nicht nur enorme Umsatzeinbußen, sondern setzt vielmehr ureigenste Markenwerte aufs Spiel.“  

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Hanna Behn

Hanna Behn

Expert/in für: Handel & Unternehmertum

Veröffentlicht: 15.06.2023
img Letzte Aktualisierung: 26.06.2023
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