H&M baut eigenen Marktplatz weiter aus

Veröffentlicht: 06.07.2023
imgAktualisierung: 06.07.2023
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 3 Min.
06.07.2023
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ca. 3 Min.
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H&M Logo
© Sorbis / Shutterstock.com
H&M baut seinen Marktplatz mit externen Marken weiter aus, Firmen mieten immer weniger Büroflächen und die Londoner Regierung will einen Versuch der Vier-Tage-Woche stoppen.


Guten Morgen!
Zum Start in den Tag gibt es die aktuellsten Meldungen aus der Branche im Überblick:
H&M nimmt mehr externe Marken auf
 Firmen mieten immer weniger Büroflächen
 London will Vier-Tage-Woche-Versuch stoppen

 

Die H&M-Gruppe konnte im ersten Halbjahr 2023 ihren Nettoumsatz um neun Prozent nach oben schrauben. Nach Aussagen von CEO Helena Helmersson ist dieses Wachstum teilweise auf den Verkauf von externen Marken im Online-Handel zurückzuführen. Hier will die schwedische Modekette nun für das weitere Wachstum ansetzen und nimmt laut einem Bericht der Internetworld weitere externe Marken in den eigenen Online-Marktplatz auf. Rund 70 Marken sind auf der Plattform aktuell erhältlich, das Angebot soll nun stetig erweitert werden.

Zusätzlich will das Unternehmen seine eigenen Marken ebenfalls auf externen Marktplätzen platzieren. Unter anderem soll die Eigenmarke Monki auf dem chinesischen Modemarktplatz Zalar verkauft werden. Auch im stationären Handel tut sich was bei H&M: Erst im April wurden in Oslo ein Flagship-Store für die Eigenmarke-Sparte „H&M Beauty“ eröffnet.

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Nachfrage von Büroflächen bricht ein

Unternehmen mieten sich aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage immer weniger neue Büros an. Das geht jetzt aus einer neuen Studie des Immobilienberaters Colliers hervor. Im ersten Halbjahr wurden gut 1,1 Millionen Quadratmeter Bürofläche an den sieben größten Standorten Deutschlands –  Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart – vermietet. Das entspricht einem Rückgang von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch die Leerstandsquote stieg erneut an auf aktuell 5,3 Prozent. 

Nach Angaben der Experten halten sich Firmen bei der Büroanmietung nicht nur wegen des aktuellen Wirtschaftsumfeldes zurück, auch der Trend zu immer mehr Homeoffice führt zu einem Knick im Bürovermietungsmarkt. Deswegen gehen die Experten auch nicht davon aus, dass sich die Lage so schnell bessern wird. Hoffnung macht allerdings der Trend hin zu mehr Anmietung in teuren Lagen. Modere Flächen an guten Standorten sind bei Firmen aktuell besonders beliebt, was zur Folge hat, dass auch die Mieten in den Spitzenlagen weiter stiegen, wie es beim Spiegel heißt.

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London will Versuch der Vier-Tage-Woche stoppen

In Großbritannien wurde im vergangenen Jahr die größte Studie zur Vier-Tage-Woche durchgeführt, 61 britische Unternehmen habe sich damals an dem Feldversuch beteiligt. Auch die Kommunalverwaltung des Bezirks South Cambridgeshire hat sich an dem Versuch beteiligt, als bislang einzige Kommunalverwaltung im Land. Das Vorgehen gefällt Lee Rowley, parlamentarischer Staatssekretär für Lokalverwaltung, allerdings gar nicht. Er forderte die Führung des Bezirks nun auf, die Vier-Tage-Woche unverzüglich zu beenden und zum üblichen Modell zurückzukehren. „Wie Sie sicher wissen, wird von allen Kommunen erwartet, dass sie sicherstellen, dass begrenzte und kostbare Steuergelder in einer Weise verwendet werden, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis liefern.“ Das sei nicht gewährleistet, wenn die Mitarbeiter einer Lokalverwaltung „für einen zusätzlichen Arbeitstag bezahlt werden, der nicht geleistet wird“, wird das Schreiben von Rowley bei der Wirtschaftswoche zitiert. Privaten Firmen stehe es frei, eine Vier-Tage-Woche auf eigene Kosten einzuführen, dies treffe allerdings nicht auf Kommunalverwaltungen zu, heißt es weiter.

Die Mitarbeiter des Bezirkes zeigten sich überrascht vom Unverständnis der Regierung. Seit dem Beginn des Experiments konnten nicht nur offene Stellen besetzt werden und dadurch Geld für Zeitarbeiter eingespart werden, die Leistung habe sich in einigen Bereichen außerdem gesteigert. Die Leiterin des Bezirksrates hat deswegen nun um ein Treffen mit den Regierungsvertretern gebeten.

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Corinna Flemming

Corinna Flemming

Expert/in für: Internationales

Veröffentlicht: 06.07.2023
img Letzte Aktualisierung: 06.07.2023
Lesezeit: ca. 3 Min.
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