Mehrheit der Deutschen plant Shopping am Black Friday

Veröffentlicht: 24.11.2023
imgAktualisierung: 24.11.2023
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 3 Min.
24.11.2023
img 24.11.2023
ca. 3 Min.
Anzeige
Black Friday Schriftzug auf schwarzem Hintergrund
© Studio KIWI / Shutterstock.com
Zum heutigen Black Friday wollen zwei Drittel der Deutschen auf Shopping-Tour gehen. Außerdem: Verdi ruft bundesweit Proteste rund um das Event aus und die Deutsche Bank entgeht einer Millionenstrafe.


Guten Morgen!
Das sind die wichtigsten Branchenthemen zum Black Friday:

  • Deutsche Verbraucher:innen wollen heute mehrheitlich Angebote nutzen
  • Die Gewerkschaft Verdi hat bundesweit weitere Prostestaktionen ausgerufen
  • Die Deutsche Bank gibt die Beteiligung an einem Kartell zu

 

Am heutigen Black Friday und in der darauffolgenden Cyber Week wollen sich die Leute offenbar zahlreich auf Shopping-Tour begeben: 63 Prozent der Deutschen planen, die Rabattangebote in diesem Jahr direkt zu den Schnäppchentagen zu nutzen. Davon gehen 44 Prozent online auf die Suche, elf Prozent planen online und stationäre Einkäufe und ausschließlich im Laden vor Ort wollen acht Prozent einkaufen gehen, ergab eine Erhebung des Digitalverbands Bitkom unter 1.123 Internetnutzer:innen. 

Die Hälfte der Befragten gab an, bereits im Voraus überlegt haben, was sie tatsächlich kaufen wollen. Ein Fünftel ist offen für spontane Angebote. Aber: Mehr als jede:r Vierte kennt zwar Black Friday und Cyber Week, will sie aber nicht für Einkäufe nutzen. 

„Inflation und allgemeine Verunsicherung führen dazu, dass sich Verbraucherinnen und Verbraucher derzeit zweimal überlegen, was wann gekauft wird und große Anschaffungen in der Hoffnung auf Preisnachlässe eher aufschieben. Wiederkehrende Rabattaktionen wie der Black Friday oder die Cyber Week gewinnen für die Händler entsprechend an Bedeutung“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Wer weiß, was er oder sie sucht, kann jetzt viel Geld sparen.“ Mit Blick auf die Produkte sollen allem voran Kleidung, Schuhe und Accessoires in den Online-Warenkörben landen. Aber auch Elektro-Zubehör sowie Bücher und Hörbücher sind in diesem Jahr beliebte Warengruppen. Einkaufen wollen 82 Prozent der Black-Friday-Shopper:innen auf Amazon und Ebay, noch etwa die Hälfte fasst deutsche Plattformen wie Otto oder Baur ins Auge, etwa ein Viertel möchte auch bei Momox oder Vinted Secondhand-Ware erwerben.

Anzeige

Black Friday: Verdi ruft zu weiteren Protesten auf

Verdi hatte bereits gestern regionale Streiks im Einzelhandel in Hessen rund um den Black Friday angekündigt. Nun rief die Gewerkschaft kurz vor dem gestrigen Spitzengespräch mit dem Handelsverband HDE, der aufseiten der Arbeitgeber im aktuellen Tarifkonflikt agiert, auch bundesweit zu Arbeitsniederlegungen auf, meldet die Tagesschau. In Berlin und Brandenburg sei laut dem Landesverband ein viertägiger Warnstreik angedacht, ebenso soll heute in Nordrhein-Westfalen die Arbeit ruhen. 

Die Tarifverhandlungen gelten seit Monaten als festgefahren. Doch offenbar gibt es Bewegung: „Das heutige Spitzengespräch mit Verdi macht Hoffnung auf eine baldige Lösung des Tarifkonflikts“, sagte der Verband der Wirtschaftswoche zufolge nach dem Spitzentreffen. Solche Dialoge könnten laut Verdi jedoch keine regionalen Tarifverhandlungen ersetzen, regionale Gespräche sollen aber bald wieder stattfinden.  

Anzeige

Deutsche Bank gibt Beteiligung im Kartell zu 

Die Deutsche Bank gibt rechtswidrige Praktiken im Anleihen-Handel zu. Das Kreditinstitut hat der zuständigen EU-Behörde aktuell gestanden, Mitglied eines rechtswidrigen Kartells zu sein. Die Bank entgeht auf diese Weise einer Zahlung eines Bußgeldes in Millionenhöhe, da sie im aktuellen Verfahren von einer Kronzeugenregelung profitieren konnte, heißt es im Manager-Magazin mit Verweis auf eine Mitteilung der EU-Kommission.  

Konkret wird der Deutschen Bank und weiteren Beteiligten vorgeworfen, in den Jahren 2006 und 2016 Absprachen über Strategien im Handel mit Anleihen getroffen zu haben. Die niederländische Rabobank, die ebenfalls am Kartell beteiligt gewesen sein soll, erhielt eine Strafe von 26,6 Millionen Euro. Bei der Deutschen Bank wären es laut der EU-Behörde 156 Millionen Euro Strafe gewesen. Das Ausbleiben der Strafe schütze die Bank nicht vor nationalen Schadensersatzklagen, betonte die Kommission.

Anzeige
Hanna Behn

Hanna Behn

Expert/in für: Handel & Unternehmertum

Veröffentlicht: 24.11.2023
img Letzte Aktualisierung: 24.11.2023
Lesezeit: ca. 3 Min.
Artikel weiterempfehlen
KOMMENTARE
0 Kommentare
Kommentar schreiben