Börsengang: HelloFresh macht einen (kurzen) Rückzieher

Veröffentlicht: 09.11.2015
imgAktualisierung: 09.11.2015
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
09.11.2015
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Eigentlich sollte der Lebensmittel-Dienst HelloFresh zeitnah an die Börse. Doch das Marktumfeld scheint nicht optimal zu sein. Der IPO liegt nun auf Eis.


Es ist ein ewiges Hin und Her: Nachdem die StartUp-Schmiede Rocket Internet angekündigt hatte, dass noch in diesem Jahr eines der hauseigenen Jungunternehmen an die Börse gehen soll, waren die Spekulationen groß. Letztendlich wurde angekündigt, dass HelloFresh der auserwählte Zögling sein soll. Doch nun wurde der ganze Rummel wieder abgeblasen – zumindest vorläufig.

Börsengang: Bulle und Bär

(Bildquelle Bulle und Bär: Börse: Rob Wilson via Shutterstock)

Die Frage nach dem nächsten Börsengang aus dem Hause Rocket Internet wurde in der Branche viel diskutiert. Ende Oktober hatten die Spekulationen dann ein Ende, da bekannt wurde, dass der Online-Lebensmitteldienst HelloFresh den IPO wagen wird. Obwohl noch kein genaues Datum öffentlich gemacht wurde, ging man – ganz im Sinne der Rocket Internet-Mentalität – davon aus, dass dieser zeitnah in Angriff genommen würde.

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HelloFresh will ein besseres Marktumfeld abwarten

Doch wie Gründerszene nun berichtet, ist der zeitnahe Börsengang abgeblasen worden. Grund sei die Marktvolatilität. Auch die „Sorge um die Investorennachfrage und die hohe Bewertung des Unternehmens spielten eine Rolle bei dem Schritt“.

Allerdings ist davon auszugehen, dass es sich nur um einen vorübergehenden Aufschub des Projekts handelt. Schon Anfang des neuen Jahres könnte HelloFresh den Börsengang möglicherweise wieder in Angriff nehmen. Man werde wohl auf ein besseres Marktumfeld warten und dann erst loslegen.

Grundsätzlich soll es bei HelloFresh ganz gut aussehen: Laut aktuellen Zahlen konnte der Lebensmittel-Dienst im ersten Quartal 2015 seinen Nettoumsatz auf über 112 Millionen Euro vervierfachen und ein positiv bereinigtes Ebitda vorweisen. Auch die Zahl der aktiven Abonnenten sei beträchtlich gestiegen. Darüber hinaus wurde das StartUp aufgrund einer neuerlichen Finanzspritze in Höhe von 75 Millionen Euro auf insgesamt 2,6 Milliarden Euro bewertet. Keine schlechte Grundlage also für einen Börsengang.

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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Expert/in für: Amazon

Veröffentlicht: 09.11.2015
img Letzte Aktualisierung: 09.11.2015
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