Die Supermarktkette Rewe und die Lieferplattform Lieferando haben eine groß angelegte Kooperation verkündet. In 40 deutschen Städten versprechen beide Unternehmen Lieferungen innerhalb von 45 Minuten aus einem Sortiment von gut 3.000 Produkten. Neben Großstädten wie Berlin, Hamburg oder Leipzig sind auch kleinere Regionen wie Chemnitz, Heilbronn oder Oldenburg dabei.
Das bedeutet eine neue Dimension sowohl für Rewe als auch für Lieferando. Bislang boten nur einzelne Lebensmittelgeschäfte ihre Waren über Lieferplattformen wie Lieferando an. Rewe sieht die große Kooperation als strategische Entscheidung. „Die Kooperation mit der führenden Essensbestellplattform Lieferando ermöglicht uns einen weiteren Ausbau unseres Angebotes im Expresssegment des E-Food-Marktes“, sagt Clemens Uwe Bauer, Geschäftsleiter E-Commerce der Rewe Markt GmbH.
Kooperation soll auch Flink helfen
Von der Kooperation der beiden Branchenschwergewichte soll auch der Schnelllieferdienst Flink profitieren. An dem ist Rewe beteiligt, zudem beliefert Rewe Flink als Großhändler. Der Lieferdienst ist bislang nicht profitabel, sodass Gerüchte aufkamen, Rewe könnte das Investment wieder aufgeben. In der Zusammenarbeit mit Lieferando soll Flink nun die komplette Auslieferung mit seinen Fahrradkurieren übernehmen, so das Handelsblatt.
Geliefert wird dabei nicht aus stationären Rewe-Filialen, sondern aus Expresslagern. Diese nutzt Flink heute schon, sodass keine große Umstellung notwendig ist. Die Auslastung des Expresslieferdienstes dürfte nun steigen und auch Lieferando könnte sehr profitieren. Das Hauptgeschäft mit der Lieferung aus Restaurants sorgt für Auslastungsspitzen in den Mittags- und Abendstunden. Mit der Rewe-Kooperation dürften die Zeiten dazwischen gesteigert werden. Mit der kürzlich geknüpften Kooperation mit Tchibo verfolgt Lieferando ähnliche Ziele.
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