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Digital Tech Newsflash: Apple verändert App Store | Schulabschluss durch Minecraft | Udacity-Start | Taxi-Bestellung über Facebook Messenger | Angst vor Digitalisierung

Veröffentlicht: 09.06.2016 | Autor: Christian Laude | Letzte Aktualisierung: 09.06.2016

App-Entwickler können zukünftig mehr Geld aus ihren Abonnements rausholen. Das hat Apple im Zuge seiner App Store-Umstrukturierung bekannt gegeben. Dieses und viele weiteren Themen in diesem Digital Tech Newsflash!

Minecraft-Landschaft

(Bildquelle Minecraft-Landschaft: luskiv via Shutterstock)

Apple krempelt App Store gewaltig um

Unmittelbar vor seiner Entwicklerkonferenz WWDC am 13. Juni hat Apple bereits jetzt weitreichende Änderungen bezüglich seines App Stores bekannt geben. So will Apple Abonnements insbesondere in finanzieller Hinsicht schmackhafter machen. Bisher gilt noch eine 70/30-Regel bei der Umsatzverteilung: 70 Prozent der Einnahmen erhalten also die Entwickler – den Rest wiederum Apple selbst. Dies gilt nun laut Heise Online nur noch für das erste Jahr des Nutzer-Abos. Ab dem zweiten Jahr dürfen die App-Macher sogar 85 Prozent einbehalten.

Zusätzlich sollen Abonnements ab Herbst für jede App zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass zukünftig beispielsweise auch Spiele-Apps auf Abo-Modelle setzen können. Bislang war dies noch Apps vorbehalten, die sogenannte „In-App-Bezahlschnittstellen für Abonnements mit Verlängerungsautomatik verwenden“, wie Streaming-Dienste beziehungsweise Cloud-Anbieter. Apple versucht also insgesamt eindeutig, auch mithilfe von bezahlten Suchergebnissen, den App Store für Entwickler immer attraktiver zu machen.

Österreicher erhalten Schulabschluss durch Minecraft

Der Hype um das Klötzchen-Game Minecraft kennt weiterhin keine Grenzen. Mittlerweile sollen sogar weltweit plattformübergreifend über 100 Millionen Exemplare verkauft worden sein. Lediglich der Klassiker Tetris war in der Spiele-Historie bisher erfolgreicher. Ein weiteres Mal hat Minecraft nun auch den Weg in eine Bildungsstätte gefunden: Wie bei Futurezone zu lesen ist, nutzt der Wiener Informatiklehrer Christian Haschek bei mündlichen Prüfungen Fragen aus dem Spiel.

Zusätzlich hat Haschek selbst eine Software entwickelt, die ebenfalls auf Gamification im Schulbereich setzt. Seine Schüler erhalten für das Lösen von Aufgaben Erfahrungspunkte, das so als eine Art Benotungssystem dient. Wie bei herkömmlichen Videospielen können die Schüler so Level aufsteigen und besondere Gegenstände erhalten. Die Software kommt mittlerweile sogar in internationalen Schulen zum Einsatz.

Udacity: Online-Lernplattform startet in Deutschland

In den USA hat sich Udacity bereits etabliert. Nun expandiert die Online-Lernplattform nach Berichten von Heise Online auch nach Deutschland. Zur Zielgruppe zählen vor allem Unternehmen. Beim Blick auf die Kurspreise verwundert das auch weniger: Diese sollen rund 200 Euro pro Monat kosten. Dafür sollen dadurch die Fähigkeiten und Wissensbereiche der Teilnehmer erweitert werden. Udacity wurde teilweise mit Beteiligung von Facebook und Google entwickelt.

Taxi-Bestellung über Facebook Messenger möglich

Seit etwa zwei Monaten haben Whatsapp-Nutzer die Möglichkeit, sich über den Nachrichtendienst ein Taxi zu bestellen. Dies wird nun nach Heise Online erweitert, denn ab sofort kann auch mithilfe des Facebook Messengers ein Taxi angefordert werden. Dieser Service nennt sich recht treffend „Taxi Messenger“ und ist in rund 100 Städten deutschlandweit nutzbar. Dafür muss lediglich „Taxi Messenger“ in die Suche ein- sowie der Standort freigegeben werden, bevor dann das Taxi losgeschickt wird.

Digitalisierung: Deutschland mit sichtbaren Defiziten

Die öffentliche Verwaltung in Deutschland sieht sich in den kommenden fünf Jahren nicht gut gewappnet, wenn es um das Thema Digitalisierung geht. Das hat eine Studie der School of Governance ergeben, die von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aufgegriffen wurde. Dafür wurden rund 1.200 Behördenleiter aller staatlichen Ebenen befragt. Diese meinen insgesamt, dass der Umstieg auf elektronisch geführte Akten mit deutlichen Schwierigkeiten verbunden seien. Diese Herausforderung liegt insgesamt sogar noch vier Plätze vor der Bewältigung der Flüchtlingskrise.

 

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