Teilen Teilen Kommentare Drucken

Digital Tech Newsflash: Facebook nutzt 2FA-Nummern für Werbung | Spotify-Playlist aus DNA-Informationen | Netzneutralität: USA verklagen Kalifornien | Vodafone baut Gigabit-Netz aus | 1.100 neue Mobilfunkstandorte gegen Funklöcher

Veröffentlicht: 01.10.2018 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 01.10.2018

Facebook nutzt die Zwei-Faktor-Telefonnummern seiner Nutzer für gezielte Werbeanzeigen, ein US-Unternehmen bietet Spotify-Playlisten aus DNA-Informationen, die USA verklagen Kalifornien wegen der eingeführten Netzneutralität, Vodafone baut das Gigabit-Netz aus und 1.100 neue Mobilfunkstandorte sollen die Funklöcher in Hessen weiter reduzieren. 

Facebook auf Laptop und Smartphone
© Chinnapong / Shutterstock.com

Zwei-Faktor-Authentifizierung: Facebook nutzt Telefonnummern für Werbung

Forscher von US-Universitäten haben entdeckt, dass Facebook die eigentlich für die Zwei-Faktor-Authentifizierung gespeicherten Telefonnummern der Nutzer auch nutzt, um gezielt Werbeanzeigen auszuspielen. Facebook hat diese Vorgehensweise bestätigt, wie ZDnet berichtet. „Wir setzen die uns von Nutzern überlassene Information ein, um eine bessere personalisierte Erfahrung auf Facebook einschließlich Inserate bereitzustellen“, erklärt Facebook zur unerwarteten Nutzung der 2FA-Nummern. Man sei transparent hinsichtlich der Nutzung der gesammelten Informationen, heißt es weiter. „Sie können die von Ihnen bereitgestellten Kontaktinformationen jederzeit verwalten und löschen.“ Um die werbliche Nutzung der 2FA-Nummer zu unterbinden, müssen die Nutzer sich allerdings für eine andere Art der Zwei-Faktor-Authentifizierung entscheiden – und die bietet Facebook erst seit kurzer Zeit an. Unklar ist zudem, welche Daten sich noch in den sogenannten „Schatten-Kontaktdaten“, die das Netzwerk sich aus anderen Quellen besorgt und für die Ausspielung von Werbeanzeigen nutzt, befinden.

Spotify: Playlisten aus DNA-Informationen

Das US-Unternehmen Ancestry, das sich auf DNA-Analyse und Ahnenforschung spezialisiert hat, kooperiert mit Spotify. Zusammen bieten die Unternehmen Kunden an, anhand der eigenen DNA die ethnische Herkunft zu bestimmen und anschließend Playlisten für einem Musik-Mix aus dem jeweiligen kulturellen Umfeld zu erhalten. 99 Dollar soll der Service kosten, mit dem Ancestry offenbar auch den Absatz seiner kommerziellen Gen-Analyse ankurbeln will, wie Heise Online berichtet.

Gesetz zur Netzneutralität: USA verklagen Kalifornien

Der US-Staat Kalifornien wird von der US-Regierung verklagt. Grund dafür ist laut Heise Online ein Gesetz zur Netzneutralität, das Kalifornien einführt. In dem Gesetz werden die drei Gebote der Netzneutralität umgesetzt, die die US-Regulierungsbehörde FCC im Jahr 2015 erlassen und im Juni diesen Jahres wieder aufgehoben hatte. Dass Kalifornien die Netzneutralität nun durchdrücken will, betrachtet Washington als Kompetenzüberschreitung – US-Justizminister Jeff Sessions hatte die Klage gegen den Staat bereits vorbereitet und am Tag der Unterzeichnung des Gesetzes eingereicht. „Im Rahmen der Verfassung regulieren die Staaten keinen zwischenstaatlichen Handel – das macht die Bundesregierung“, erklärte Sessions. Auch in anderen Staaten haben die jeweiligen Gouverneure Maßnahmen zur Stärkung der Netzneutralität angeordnet, Kalifornien ging aber besonders weit mit seiner Umsetzung.

Gigabit-Ausbau: Vodafone drückt in Bayern aufs Gaspedal

Vodafone setzt den Gigabit-Ausbau seines Kabelnetzes weiter fort. In Bayern können nun rund 400.000 Haushalte auf das schnellere Internet zugreifen. Wie CRN berichtet, startete Vodafone sein Gigabit-Netzwerk am Freitag im Raum Nürnberg und Landshut. Bis Jahresende soll auch die Region München für Gigabit fit gemacht werden. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bezeichnete den Ausbau des Internets als „guten Tag für den Gigabit-Ausbau im Freistaat“.  Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter betonte, dass sein Konzern Gigabit-Geschwindigkeiten flächendeckend in Deutschland vorantreiben wolle.

Hessen: 1.100 neue Mobilfunkstandorte gegen Funklöcher

Während in der Regierung weiter über den Breitband-Ausbau geredet wird, ärgern sich viele Deutsche noch immer über zahlreiche Funklöcher in der Republik. Allein in Hessen sollen Golem.de zufolge nun bis zu 1.100 neue Mobilfunkstandorte entstehen, um Funklöcher zu schließen. 300 davon sollen vom Land gefördert werden, während 800 von den Netzbetreibern finanziert werden. „Ich freue mich, dass wir mit den drei großen Mobilfunknetzbetreibern ein geeignetes Maßnahmenpaket geschnürt haben“, so Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Das Kabinett hatte zuvor beschlossen, 50 Millionen Euro für eine bessere Mobilfunkversorgung zu investieren.

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.