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Digital Tech Newsflash: Spionage-Chips in Cloud-Servern | Netflix sorgt für viel Traffic | Streicheleinheiten vom Smartphone | Spotify öffnet seinen Podcast-Bereich für alle | Instagram will Standort-Daten bald mit Facebook teilen

Veröffentlicht: 08.10.2018 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 08.10.2018

Auf den Mainboards der Cloud-Server von Amazon und Apple sollen sich winzige Spionage-Chips befinden, die der chinesischen Regierung Hintertüren auf die Server-Inhalte gewähren sollen. Diese und weitere Meldungen im Digital Tech Newsflash.

Computer-Platine
© Juan David Ferrando – Shutterstock.com 

Apple und Amazon: Winzige Spionage-Chips in den Cloud-Servern

Bereits 2015 sollen Apple und Amazon winzige Spionage-Chips auf den Mainboards ihrer Cloud-Server entdeckt haben. Wie das US-Wirtschaftsmagazin Bloomberg Businessweek laut Heise Online berichtet, seien die Chips in den Fabriken chinesischer Zulieferer des Herstellers Supermicro direkt auf die Boards gelötet worden. Mit ihnen sollen sich Hintertüren auf die Server öffnen lassen. Hinter dem Lauschangriff, der mittlerweile von US-Geheimdiensten untersucht werde, stecke demnach eine Spezialabteilung der chinesischen Volksbefreiungsarmee. „Der etwa reiskorngroße Spionage-Chip ist an einer unauffälligen Stelle des Boards angebracht und interagiert mit Datenströmen auf eine Art, die es ihm erlaubt, seine Präsenz an Server der Drahtzieher zu melden“, so Heise Online. Zudem biete der die Möglichkeit, auf den Server zuzugreifen und Daten abzuleiten. Amazon, Apple, Supermicro und die beteiligten Regierungen streiten die Vorwürfe ab – Bloomberg beruft sich allerdings auf 17 anonyme Quellen in der US-Regierung und bei den Hardware-Herstellern. Apple und Amazon haben die Zusammenarbeit mit Supermicro nach Entdeckung der Chips beendet und die Hardware aus den Rechenzentren verbannt.

Netflix sorgt für 15 Prozent des weltweiten Download-Traffics

Der Streaming-Dienst Netflix ist für 15 Prozent des weltweiten Download-Traffics verantwortlich. Damit hat der Streaming-Dienst YouTube in Sachen Datenmenge überholt, wie t3n berichtet: Das Videoportal von Alphabet kommt auf 11,4 Prozent. In den USA sollen in den Abendstunden sogar bis zu 40 Prozent des Festnetz-Traffics auf Netflix entfallen. Wird nur der Video-Bereich betrachtet, kommt Netflix weltweit auf einen Anteil am Traffic von 26,6 Prozent. In Europa hat der Streaming-Anbieter aber noch das Nachsehen gegenüber YouTube: Während das Video-Portal hier auf über 30 Prozent kommt, sind es bei Netflix „nur“ 23,1 Prozent. Videoinhalte machen weltweit 57,7 Prozent des Internet-Downstream-Traffics aus.

Finger am Smartphone: Streicheleinheiten für den Nutzer

Französische Forscher haben einen Roboterfinger entwickelt, der an einem Smartphone befestigt werden kann. Der MobiLimb genannte Finger kann etwa auf den Tisch tippen, wenn eine Nachricht eintrifft oder die Hand des Benutzers per Berührung und Streicheleinheiten auf etwas hinweisen. Klingt komisch, ist offenbar aber so. Die ganzen abstrusen Funktionen des kuriosen – und leicht verstörenden – Fingers zeigen die Forscher in einem Video:

 

Podcasts: Spotify öffnet sich für die Allgemeinheit

Der Streaming-Anbieter Spotify öffnet seinen Podcast-Bereich für alle Interessierten. Wie Mobilflip berichtet, erprobt das Unternehmen das derzeit in einer Beta-Phase. Demnach können Podcaster, die ihre Podcasts an anderer Stelle hosten, ihre Aufnahmen durch Hinterlegen ihres Feeds allen Spotify-Nutzern zur Verfügung stellen. Die Podcast-Ersteller erhalten auch Zugang zu Episoden-Performance, tägliche Statistiken über die Demografie der Zuhörer, Standort, Engagement und weitere Einblicke.

Standort-Daten: Instagram will mit Facebook teilen

Instagram will offenbar den Standort-Verlauf seiner Nutzer künftig mit Facebook teilen. Wie Heise Online berichtet, bereitet das Netzwerk derzeit offenbar diesen Schritt vor. Die Daten, die bei Instagram gesammelt werden, könnte Facebook dann nutzen, um ortsbezogene Werbung auszuspielen. Die Standortdaten sollen auch in Facebooks Aktivitäten-Log erscheinen und Karten mit Orten erzeugen, an denen man sich aufgehalten hat. Bisher ist das Teilen der Daten noch standardmäßig ausgeschaltet, Instagram-Nutzern wird dennoch angeraten, nach jedem Update der App die Einstellungen zu überprüfen, um zu sehen, ob das Teilen nicht klammheimlich aktiviert wurde.

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