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20 Jahre Gefängnis

Streit um Domain endet mit Schusswechsel

Veröffentlicht: 24.04.2019 | Autor: Sandra May | Letzte Aktualisierung: 24.04.2019
Schuss wird aus Waffe abgegeben

Bereits im Jahr 2017 kam unter den Studenten der Iowa State University das sogenannte „Do it for state”-Meme auf. Alkohol und nackte Haut, sowie alles andere als gelungene Tattoos spielen dabei eine recht große Rolle. Der heute 26-Jährige ehemalige Student der Iowa State University wollte laut Heise daraus ein Geschäft machen: Er gründete eine Firma und beantragte zudem den Markenschutz des Hashtags „#doitforstate”. Seine Intention war es, Events und Kleidung unter der Marke zu verkaufen. Auf Instagram, Twitter und Co. gilt er mit der Verbreitung von Videos, in denen zu sehen ist, wie betrunkene Studenten versuchen Stunts zu machen, als Influencer. Um seine Firma weiter voran zu bringen, wollte er sich daher auch die Domain „doitforstate.com” sichern – allerdings war ein anderer Student schneller. Dieser hatte sich die Domain bereits zu einem früheren Zeitpunkt bei dem Domain Registrar GoDaddy sichern lassen.

Überfall auf Inhaber der Domain

Als sich der Student weigerte, die Domain an den 26-Jährigen Influencer zu übertragen, griff dieser zu fragwürdigen Methoden: Zunächst wollte er die Domain abkaufen. Als der Domain-Inhaber aber zu viel Geld verlangte, ging er dazu über, ihn zu bedrohen. Doch auch das half nichts, so dass er als letzte Lösung seinen obdachlosen und vorbestraften Cousin dazu anstiftete, den Inhaber mit einer 9mm-Pistole und einem Elektro-Teaser zu überfallen. Das Opfer sollte mit Waffengewalt dazu gezwungen werden, die Umschreibung der Domain an Ort und Stelle vorzunehmen. Dieses weigerte sich allerdings. Bei dem daraufhin entstandenen Handgemenge löste sich ein Schuss. Das Opfer erlitt einen Beindurchschuss. Allerdings gelang es ihm, dem Täter die Waffe zu entreißen. Es folgten mehrere Schüsse in die Brust des Täters. Danach rief das Opfer die Polizei und meldete den Überfall.

20 Jahre Gefängnis

Der eigentliche Drahtzieher des Überfalls konnte schnell ausfindig gemacht werden. Der Cousin hatte nämlich einen Zettel dabei. Auf diesem Zettel war die E-Mail-Adresse des GoDaddy-Kontos des Anstifters notiert. In dem dazugehörigen GoDaddy-Konto war der Klarname des Anstifters hinterlegt. 

Der damals 43-Jährige Cousin musste sich bereits vor Gericht verantworten. Im Dezember 2017 wurde er unter anderem wegen Drohung zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Laut Heise wurde nun auch der Anstifter zu 20 Jahren verurteilt.

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