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Der frühe Vogel

Unerlaubte Datenweitergabe: Erneute Millionenstrafe für Facebook

Veröffentlicht: 01.07.2019 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 01.07.2019
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Facebook muss sich erneut mit einem kleinen Datenskandal auseinandersetzen. Wegen der Missachtung von Persönlichkeitsrechten wird der Sozial-Media-Riese in Italien jetzt zur Kasse gebeten. Der US-Konzern soll die Daten von 214.077 italienischen Nutzern ohne deren Einverständnis angezapft haben, wie n-tv berichtet. Dies soll im Rahmen von psychologischen Tests zur Erstellung von Persönlichkeitsprofilen passiert sein, so weiterzulesen. Die Datenschutzbehörde in Rom hat aus diesem Fall nun Konsequenzen gezogen und Facebook zu einer Geldstrafe von einer Million Euro verdonnert.

Der Datenschutzskandal rund um die Firma Cambridge Analytica hat in den letzten Jahren große Kreise nach sich gezogen. So hat die italienische Behörde für Wettbewerbsschutz bereits im Dezember eine Strafe gegen das soziale Netzwerk von zehn Millionen Euro verhängt, nach eigenen Angaben sollen im letzten Jahr 20.000 neue Mitarbeiter eingestellt worden sein, um die Sicherheitsstandards von Facebook zu erhöhen und die Privatsphäre der Nutzer stärker zu schützen.

Portoerhöhung tritt heute in Kraft

Ab sofort müssen Konsumenten für das Verschicken von Briefen tiefer in die Tasche greifen. Die bereits Ende letzten Jahres angekündigte Portoerhöhung der Deutschen Post tritt heute offiziell in Kraft, es wird die größte Portoerhöhung in der Konzerngeschichte sein. Der inländische Standardbrief bis 20 Gramm wird um 10 Cent teurer und kostet ab sofort 80 Cent, eine Postkarte schlägt ab sofort mit 60 Cent zu Buche. Eine genau Auflistung aller Preise gibt es auf dem Logistik Watchblog. Auch Änderungen im Bereich des Bücher- und Warenversandes wird es geben, allerdings hat die Deutsche Post hier eine Übergangfrist angekündigt. Bis zum Jahresende werden weiterhin die bisher angebotenen sechs Produkte im Bereich der Bücher- und Warensendungen angenommen. Ab Januar 2020 werden diese vollständig zusammengeführt in zwei Bücher- und Warensendungskategorien.

Loewe bleiben nur noch wenige Monate

Das Traditionsunternehmen Loewe stellt heute seinen Betrieb ein, ein Großteil der rund 400 Mitarbeiter wurde freigestellt. Der TV-Hersteller musste bereits im Mai Insolvenz anmelden, nun sucht der Insolvenzverwalter nach einem Käufer. Bereits in den kommenden Monaten soll allerdings eine Entscheidung getroffen werden, wie es mit Loewe weitergeht. „Wir gehen davon aus, dass wir noch vier Monate für den Investorenprozess brauchen werden“, wird Insolvenzverwalter Rüdiger Weiß bei Heise Online mit Verweis auf die Deutsche Presse-Agentur zitiert. „Wir werden alles tun, um jemand zu finden, es gab auch bereits erste Investorengespräche.“

Rund 60 Millionen Euro Umsatz fehlt dem Unternehmen für den Fortbestand. „Allein um die Personalkosten zu decken, wäre ein Jahresumsatz von 150 Millionen Euro erforderlich, für eine schwarze Null bräuchten wir 180 Millionen Euro Umsatz. Tatsächlich waren es zuletzt 120 Millionen“, wie es vom Insolvenzverwalter weiter heißt. Ob es für die Mitarbeiter von Loewe eine Zukunft beim TV-Hersteller gibt, werden die kommenden Monate zeigen.

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