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Digital Tech Newsflash

Bringt Libra das Geldsystem ins Wanken?

Veröffentlicht: 26.08.2019 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 26.08.2019
Libra auf Smartphone mit Münzen

Die Kryptowährung Libra, die Facebook auf den Weg bringen will, weckt erhebliche Bedenken. Noch nicht einmal gestartet, haben die Wettbewerbshüter der EU schon jetzt angekündigt, die Währung genauestens unter die Lupe nehmen zu wollen. Auch James Bullard, der Präsident der US Federal Reserve Bank of St. Louis, hat nun eindringlich vor der neuen Währung in privater Hand gewarnt, berichtet Heise. Das Geldsystem könnte mit Libra erheblich komplizierter werden, so Bullard. Libra soll laut Facebook stets einen stabilen Wert haben, indem sie an andere Währungen gekoppelt wird. Dies habe es, so Bullard, in der Vergangenheit öfter gegeben; Währung wurden dabei häufig an den Dollar gekoppelt. Allerdings hätten entsprechende Systeme, auch in großen Wirtschaften, oft versagt.

Das Problem bestehe darin, dass die Stabilität einer Währung immer von der Vertrauenswürdigkeit ihres Herausgebers abhängig ist. Die instabile Politik Venezuelas habe etwa in den vergangenen Jahren zu einem Währungsverfall gegenüber dem Dollar geführt. „Ich denke, Kryptogeld könnte genauso an einem solchen Vertrauensverlust leiden“, so Bullard. Katharina Pistor, Direktorin des Center on Global Legal Transformation an der Columbia Law School, gibt darüber hinaus zu Bedenken, dass ess schwierig sei, eine Kopplung dauerhaft beizubehalten, gerade, wenn es zu einer Finanzkrise kommt. Außerdem will Facebook Libra weltweit ausrollen und jeweils an nationale Währungen koppeln – das wiederum habe auch Effekte auf den Währungsumtausch.

100.000-Euro-Tesla wird in 30 Sekunden geklaut

Einen sündhaft teuren Luxuswagen zu klauen, ist offenbar einfacher als man denken würde. In London wurde ein Tesla im Wert von 90.000 Pfund (umgerechnet etwa 100.000 Euro) von zwei Autodieben gestohlen. Die Diebe benötigten für die Tat gerade einmal 30 Sekunden. Die Sicherheitskamera des Tesla-Besitzers zeichnete den Diebstahl vor seiner Einfahrt auf. Die Kriminellen nutzten für den Diebstahl die sogenannte Relay-Methode, so Gründerszene. Damit umgeht man das „Keyless“-Schließsystem heutiger Autos. Heutzutage muss man kaum noch den Autoschlüssel ins Schloss stecken. Es reicht, wenn der Schlüssel bzw. die Fernbedienung in der Nähe ist. Berührt man nun das Schloss, öffnet sich das Auto. Für die Relay-Methode nutzten die Diebe zwei kleine Geräte, quasi Verstärker, so auch beim Tesla. Ein Angreifer positioniert sich mit einem Verstärker am Auto, der andere in der Nähe des Autoschlüssels. Dessen Signal wird durch die Verstärker weitergeleitet und das Auto kann geöffnet werden. Dem ADAC zufolge sind die allermeisten Keyless-Systeme anfällig für diese Methode.

Apple-Mitarbeiter hörten 1.000 Siri-Schnipsel – pro Tag

Mitarbeiter des Apple-Auswertungscenters in Cork, Irland, mussten bis vor Kurzem bis zu 1.000 Siri-Sprachschnipsel pro Schicht anhören und auswerten. Apple hatte die Praxis Anfang August beendet und Schweigevereinbarungen mit den Mitarbeitern geschlossen. Einige haben sich aber nun an die Zeitung Irish Examiner gewendet und Details ihrer Arbeit dargelegt. Dabei handelte sich in den meisten Fällen um einfache Sprachbefehle, oft aber offenbar auch um Auszüge aus einer Unterhaltung, intime Details, geschäftliche Besprechungen und kriminelle Absprachen. Apple hat nach Beendigung dieser Praxis bereits einigen Mitarbeitern gekündigt. Das könnte ein Grund sein, warum die Details nun doch an die Öffentlichkeit gelangen.

Nur noch 440 Videotheken in Deutschland

Die Älteren werden sich erinnern: Früher war die Videothek der beste und günstigste Weg, an die neuesten Blockbuster und spannendsten Nischenfilme zu kommen. Heutzutage gibt es Netflix, Amazon Video und Co., in den Haushalten gibt es immer weniger Abspielgeräte für DVD, Blu-ray und, nunja, Videokassette. Früher oder später wird die Digitalisierung des Medienkonsums zum Aussterben der Videothek führen. Der Wirtschaftswissenschaftler Oliver Budzinski sieht Heise zufolge keine Zukunft für das Geschäftsmodell. Die Entwicklung der letzten Jahre spricht für sich: 2014 gab es deutschlandweit noch 1.544 Videotheken, 2018 waren es nur noch 440. 

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