EU fordert Transparenz

Google soll Zustandekommen von Suchergebnissen offenlegen

Veröffentlicht: 27.07.2021 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 27.07.2021
Google

Der Google-Algorithmus ist nach wie vor ein großes Mysterium. Viele Menschen nutzen die Suchmaschine täglich, Unternehmen sind mehr oder weniger direkt von ihr abhängig. Wie sie funktioniert, weiß vor allem Google. Das kritisiert die EU-Kommission und fordert vom Konzern mehr Transparenz. Gemeinsam mit nationalen Verbraucherschutzbehörden ruft die EU-Kommission Google dazu auf, transparenter darzulegen, wie die Reihenfolge von Suchergebnissen zustande kommt. Das berichtet die Tagesschau. Auch, ob Geld eine Rolle dabei spielt, wolle die Kommission wissen, wie sie mitteilte.

Mehr Transparenz fordert die EU auch bei der Anzeige von Preisen. Wenn in der Suchmaschine Preise für Flüge oder Hotels angezeigt werden, dann sollten die angezeigten Preise auch endgültig sein: Mögliche Zusatzkosten wie Steuern oder weitere Gebühren sollten im angezeigten Preis bereits enthalten sein.

Verbraucher nicht in die Irre führen

EU-Verbraucher dürften „nicht in die Irre geführt werden, wenn sie Suchmaschinen zur Urlaubsplanung nutzen. Wir müssen die Verbraucher in die Lage versetzen, ihre Entscheidungen auf Grundlage transparenter und unvoreingenommener Informationen zu treffen“, so EU-Justizkommissar Didier Reynders.

Google müsse außerdem Inhalte schneller entfernen, wenn Verbraucherschutzbehörden Verstöße melden. Das Unternehmen soll nun innerhalb von zwei Monaten mitteilen, inwieweit es seine Praktiken geändert hat.

Google im Fokus

Google legt zwar offen, welche Faktoren Einfluss auf das Ranking haben, aber für die EU nur unzureichend, wie diese dann letztlich zur Platzierung in den Suchergebnissen führen. Probleme mit den Behörden hat der Konzern regelmäßig. Vor allem in Frankreich muss sich der Konzern immer wieder mit Klagen und Strafen auseinandersetzen, weil ihm Missbrauch seiner Marktmacht vorgeworfen wird. Erst im Juni wurde zudem bekannt, dass die EU-Kommission das Werbegeschäft von Google genauer unter die Lupe nehmen will. Der Grund: Mögliche Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht.

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