Der frühe Vogel

Diskriminierung schwarzer Mitarbeiter: Ehemalige Angestellte verklagt Google

Veröffentlicht: 21.03.2022 | Geschrieben von: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 06.07.2022
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Die ehemalige Google-Mitarbeiterin April Curley verklagt den Internetkonzern wegen systematischer rassistischer Diskriminierung. „Schwarze Google-Mitarbeiter sind mit einem feindseligen Arbeitsumfeld konfrontiert und leiden unter Repressalien, wenn sie es wagen, die diskriminierenden Praktiken des Unternehmens infrage zu stellen oder sich dagegen zu wehren“, zitiert der Spiegel hierzu aus der Klageschrift, die im Gericht in San José, Nordkalifornien, eingereicht wurde.

Curley wurde 2014 angestellt und hatte die Aufgabe, schwarze Studierende als Mitarbeiter für den Konzern anzuwerben. Allerdings sei es Google dabei nicht tatsächlich um Chancengleichheit und Vielfalt gegangen, das Unternehmen habe nur „sein öffentliches Image zu Marketingzwecken aufpolieren“ wollen, führt sie die Klageschrift weiter aus. Auch ihre eigene Arbeit sei von Vorgesetzten verunglimpft worden, bei Beförderungen habe man sie übergangen. Dies sei beim Konzern systematisch, schwarze Mitarbeitende hätten meist niedere Positionen: Etwa 4,4 Prozent der Angestellten sowie ca. 3 Prozent der Führungspersonen und in den technischen Bereichen seien Schwarze. 

Curleys Anwalt ist in diesem Fall Ben Crump, der unter anderem auch die Familie des von Polizisten ermordeten George Floyd vertreten hatte. Seit September 2020 arbeitet Curley nicht mehr für Google, sie sei entlassen worden, nachdem sie sich für Reformen eingesetzt habe. Sie verlangt nun die Wiedereinstellung auf eine angemessene Position im Unternehmen sowie Entschädigungsklagen. Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters habe sich Google noch nicht sofort zu dem Fall geäußert.

E-Commerce: Inflation und Lieferengpässe dämpfen Konsumfreude

Steigende Preise wirken sich negativ auf die Umsätze von E-Commerce-Unternehmen aus: Im Februar sei die Konsumfreude deutscher Verbraucherinnen und Verbraucher rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen, weltweit waren es etwa fünf Prozent Einbuße. Dies ermittelte Salesforce in einer Untersuchung des Kaufverhaltens von einer Milliarde Konsumierenden in 54 Ländern. „Obwohl sich der digitale Handel weiterhin durchsetzt, ist es offensichtlich, dass die Inflation einen Einfluss auf die Gesamtausgaben der Verbraucher:innen hat“, erläutert Markus Ehrle, Verantwortlicher für das Großkundengeschäft bei Salesforce, laut Internet World zu den Ergebnissen. 

Die anhaltenden Lieferengpässe seien ebenfalls belastend: In Deutschland wurden im Februar etwa 8 Prozent weniger Waren umgeschlagen, weltweit waren es ebenfalls etwa 5 Prozent weniger. 

Umsätze im Textilhandel nahmen 2021 deutlich zu

Das Jahr 2021 sah für viele Textilhändler im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich besser aus: Rund 64 Mrd. Euro wurden in Deutschland im letzten Jahr für Mode, Haus- und Heimtextilien ausgegeben, eine Steigerung von etwa fünf Prozent. Das Vorkrisenniveau von 67 Mrd. Euro wurde allerdings noch nicht wieder erreicht, teilte der Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren (BTE) Fashionunited zufolge mit. Treiber dieser Entwicklung war hauptsächlich der Versand- und Online-Handel mit allein 21 Mrd. Umsatz – der Marktanteil wuchs auf 33 Prozent. Im stationären Handel gingen die Umsätze allerdings um rund 5 Prozent auf etwa 29 Mrd. Euro zurück. 

Für das kommende Jahr hofft man auf eine erneut wachsende Nachfrage in den stationären Geschäften, allerdings würden hohe Inzidenzen und der Ukraine-Krieg die Kauflust weiter beeinträchtigen. Im Herbst rechne man zudem mit teils zweistelligen Preiserhöhungen aufgrund der Inflation und weiteren Störungen in der Lieferkette.

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