Untersuchung gegen US-Konzerne

Amazon, Facebook, Apple und Google sollen interne Dokumente preisgeben

Veröffentlicht: 16.09.2019 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 16.09.2019
Stapel Dokumente

An der Marktmacht und den Geschäftspraktiken der Online-Riesen Amazon und Google, Apple und Facebook reiben sich immer wieder Kritiker. Der jüngste Höhepunkt dieser anhaltenden Kritik sind aktuelle Wettbewerbs-Untersuchungen, die gegen die Konzerne laufen.

Im Blick stehen neben potenziell wettbewerbswidrigen Verhaltensweisen etwa auch undurchsichtige Umsätze, das Fehlen konkreter Geschäftszahlen oder auch E-Mails, die von Top-Managern der verschiedenen US-Unternehmen verfasst wurden, berichtet Spiegel Online.

Bei manchen Geschäftsdetails zeigten sich die Konzerne bisher bedeckt

Die Untersuchungen seien nun an einen Punkt gelangt, an dem US-Abgeordnete von den Konzernen durchaus sensible Informationen verlangen. Dabei geht es um die Offenlegung interner Dokumente zu bisherigen, relevanten Behörden-Ermittlungen, die gegen die Firmen eingeleitet worden waren – und zwar nicht nur innerhalb der USA, sondern auch in anderen Staaten.

„Angefordert sind dabei auch Dokumente, die von den Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren bei der Wettbewerbsprüfung von Übernahmeplänen eingereicht worden waren“, heißt es beim Spiegel mit Verweis auf den Justizausschuss. Dieser verlange unter anderem Einsicht in konkrete Bilanzen und Zahlen zu einzelnen Dienstleistungen und Produkten der Konzerne. 

Grundsätzlich ist es wahrscheinlich, dass dabei auch die Übernahme von Instagram (2012) und WhatApp (2014) durch Facebook beleuchtet wird. Interessante Details, wie etwa den Umsatz von Instagram, habe der Netzwerkriese nie bekannt gegeben. Bei Apple fehlen beispielsweise konkrete Geschäftszahlen zum hauseigenen App Store und auch Amazon hat sich in der Vergangenheit mit konkreten Insights zu einigen Bereichen lieber bedeckt gehalten. An solchen Stellen dürfte nun nachgehakt werden.

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