Der frühe Vogel

Tesla wird Stromanbieter in Deutschland

Veröffentlicht: 25.08.2021 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 25.08.2021
Filiale des Autobauers Tesla

Als Hersteller von Elektroautos kennt sich Tesla hervorragend mit Energiespeichern und grundsätzlich mit Strom aus. Dieses Wissen will das US-Unternehmen künftig nutzen, um in den Energiemarkt vorzudringen und selbst zum Stromanbieter zu werden. Dass dies keine ferne Zukunftsmusik, sondern sogar schon Realität ist, zeigt ein Blick in den Süden des Landes: Kunden in Bayern und Baden-Württemberg, die nicht nur eine Solaranlage, sondern auch Teslas Heim-Stromspeicher („Powerwall 2“ besitzen) können nämlich Teslas hauseigenen Ökostromtarif buchen.

Das bisherige Angebot ist damit zwar an viele Voraussetzungen gebunden und erstreckt sich nur auf einen vergleichsweise kleinen Teil deutscher Kunden, doch nach Informationen von n-tv soll es in Kürze auf den gesamten deutschen Raum erweitert werden. Diese Ankündigung sei auf der Website des Stromanbieters Octopus Energy zu lesen, über den der E-Autobauer seinen eigenen Stromtarif zum Angebot stelle. 

Auf Nachfrage habe sich eine Unternehmenssprecherin bereits zur zeitlichen Entwicklung geäußert: Die Expansion des Tesla-Stromangebots sei demnach ab Anfang nächsten Jahres realistisch. Auch würde Tesla derzeit weitere Kooperationen ausloten, „die dann womöglich auch für Kunden interessant werden, die keine Solaranlage oder Powerwall haben“, heißt es weiter. 

Mit seinen Elektroautos hat Tesla in den vergangenen Jahren den tradierten Automarkt umgewälzt. Ob dem Unternehmen dies auch in der Stromsparte gelingt, wird sich zeigen. Dass seine neuen Bemühungen in der Branche von einigen Playern durchaus ernst genommen werden, zeigen erste Stimmen aus der Szene, die Tesla, dem Handelsblatt zufolge, gar eine „Disruption des Energiemarkts“ zutrauen.

MediaMarkt und Saturn nutzen E-Lastenräder für ihre Lieferungen

Lastenräder sind derzeit in aller Munde. Dabei sind sie mittlerweile nicht nur zum Politikum geworden, sondern offenbar auch zu einer Zustellmethode, die von großen Händlern als potenziell tauglich erachtet werden: So setzen die beiden Elektroketten MediaMarkt und Saturn verschiedene Arten von E-Lastenrädern probehalber im Rahmen ihrer Warenlieferung ein. 

Der entsprechende Test werde zunächst in wenigen Märkten durchgeführt: „Zu den an dem Pilotprojekt teilnehmenden Märkten gehören der Saturn am Alexanderplatz in Berlin, die Saturn-Märkte in der Maybachstraße und Hohen Straße in Köln sowie der MediaMarkt in der Hohen Straße in Köln“, berichtet Heise Online. Besonders spannend für die Kunden könnte zudem sein, dass ihnen entsprechende E-Lastenräder zum Leihen angeboten werden, mit denen sie ihre Einkäufe dann selbstständig nach Hause fahren können. 

Insgesamt drei Monate soll das Projekt vorerst laufen. Ziel der Elektroketten sei es unter anderem, herauszufinden, welche Modelle der elektrobetriebenen Räder sich für den entsprechenden Warentransport gut eignen, „wie gut und schnell die Auslieferungen klappen“, welche Resonanz es von den hauseigenen Mitarbeitenden gibt und ob und wie groß das Interesse der Kunden an dieser Art des Services ist.

Homeoffice: Cyberangriffe haben Milliardenschäden zur Folge

In vielen Unternehmen war Homeoffice in den vergangenen Monaten unausweichlich. Für Cyberkriminelle ist der Trend zur Heimarbeit nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft eine ideale Entwicklung. Denn die Systeme bzw. Verbindungen, die Mitarbeiter zu Hause nutzen, seien oft weniger gut geschützt und sind damit leichtere Ziele für Angriffe. „Zu oft gab es keine Firmen-Laptops, keine Schulungen und keine Sicherheitskonzepte“, zitiert das Manager Magazin Barbara Engels, Studienautorin des Instituts. Das Resultat seien beispielsweise gestohlene Daten, Industriespionage, Sabotage und lahmgelegte Netze sowie Erpressungen.

Der Schaden, den deutsche Firmen durch Hackerangriffe im Homeoffice erleiden mussten, habe im vergangenen Jahr laut Bitkom bei satten 52 Milliarden Euro gelegen. Dazu kommt eine vermutlich hohe Dunkelziffer. „Spätestens jetzt ist es an der Zeit, das Homeoffice flächendeckend IT-sicher zu machen. Hier sparen Unternehmen an der falschen Stelle“, sagt die Expertin weiter.

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