Steigende Lebenshaltungskosten

Bei jedem dritten Beschäftigten wird das Geld knapp

Veröffentlicht: 27.05.2022 | Geschrieben von: Ricarda Eichler | Letzte Aktualisierung: 27.05.2022
Sparschwein mit wenigen Münzen

In Zuge des aktuellen Weltgeschehens steigen überall die Kosten für Energie sowie Lebensmittel. Eine Situation, die viele Berufstätige an ihre Grenzen treibt. Wie die FAZ nun unter Berufung auf eine Befragung des Jobportals Indeed berichtet, kommt jeder dritte Berufstätige mit seinem Monatsgehalt nicht mehr über die Runden. Aus diesem Grund scheint ein Wechsel in eine besser bezahlte Stelle oder aber das Gespräch mit dem Arbeitgeber für viele der einzige Ausweg.

Inflation belastet Arbeitnehmer zunehmend

Wie die Befragung von 1.000 Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen zeigte, belastet die aktuelle Inflation besonders Menschen mit einem Nettoeinkommen unter 2.000 Euro. Doch statt nur bei sich selbst zu sparen, kommt dabei für viele auch eine Veränderung der beruflichen Situation in Frage.

So würden 47 Prozent der Befragten über den Wechsel des Arbeitgebers nachdenken, um ihr Einkommen zu verbessern. Noch etwas mehr, nämlich 55 Prozent, möchten vor solch einem Schritt aber das Gespräch mit dem bestehenden Arbeitgeber suchen. Nur ein Drittel der Befragten möchte zunächst kein Gehaltsgespräch wagen.

Nur elf Prozent der Unternehmen haben bisher von sich aus die Gehälter angehoben. Weitere zehn Prozent entlasteten ihre Angestellten zumindest mit einer Sonderzahlung. Der überwiegende Teil der Unternehmen (70 Prozent) erbrachte jedoch bisher keinerlei Inflationsausgleich. 

Über die Hälfte verweist im Gehaltsgespräch auf Inflation

Diejenigen, die das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen wollen, planen dabei in den meisten Fällen (54 Prozent) ihren Wunsch nach mehr Geld konkret mit der Inflationslage zu begründen. Ein etwas geringerer Anteil von 43 Prozent möchte in erster Linie für seine eigenen Leistungen besser bezahlt werden. Die Erfahrung im Beruf (28 Prozent), das steigende Arbeitspensum (24 Prozent) sowie der aktuelle Fachkräftemangel (22 Prozent) werden ebenso als Begründungen herangezogen.

Indeed erkundigte sich auch nach den konkreten Gehaltsvorstellungen der Befragten. Demnach empfand knapp die Hälfte eine Erhöhung von sechs bis zehn Prozent als angemessen. Für ein Viertel sollten es dagegen schon elf bis 15 Prozent mehr Geld sein. 

Das Statistische Bundesamt hatte im April mit 7,4 Prozent den höchsten Inflationswert seit Beginn der Dokumentation im Jahre 1981 vermeldet. Hauptauslöser ist dabei eindeutig der Ukraine-Krieg, welcher vor allem die Kosten für Energie in die Höhe treibt.

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