Der frühe Vogel

Firmen unter Druck: Tausende Anträge auf Energiekosten-Zuschuss eingegangen

Veröffentlicht: 12.09.2022 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 12.09.2022
Geschäftsleute, die Tablet-Computer im modernen Büro benutzen

Die hohen Energiekosten setzen viele Unternehmen unter Druck. Besonders kritisch dürfte es für jene Firmen sein, die energieintensiv arbeiten. Um sie zu entlasten und vor einer potenziellen Zahlungsunfähigkeit zu bewahren, können sie staatliche Unterstützung beantragen – und dieses Angebot wird offenbar auch rege genutzt.

Mehr als 3.200 Anträge von knapp 590 Unternehmen seien nach Angaben von Spiegel Online bei der Bundesregierung eingegangen. Auf dem entsprechenden Portal rund um das Zuschussprogramm hätten sich obendrein fast 2550 Unternehmen (Stand 07.09.2022) registriert. Entsprechende Werte hatte das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage der Politikerin Julia Klöckner (CDU) veröffentlicht.

Der Startschuss für das besagte Energiekostendämpfungsprogramm (EKDP) zur Entlastung von Firmen war nach der Absegnung der EU am 15. Juli gefallen. In dessen Rahmen soll die Regierung bis zu fünf Milliarden Euro bereitstellen, um energieintensiven Firmen unter die Arme zu greifen. Die Zuschüsse müssten die Firmen nicht zurückzahlen, heißt es weiter. Trotz der zahlreichen Anträge seien bislang nur 24 abgenickt worden, die von vier Firmen stammen. Dies liege an „der notwendigen Überprüfung der Nachweise und der zum Teil unvollständigen oder fehlerhaften Anträge“. Ablehnungen habe es bis dato noch nicht gegeben.

Studie: Hitze und Kälte fördern den Hass 

Schlechte Laune bei zu großer Hitze oder zu großer Kälte kennt der ein oder andere vielleicht. Nun hat sich eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung ganz konkret mit den Auswirkungen von Extremtemperaturen auf Hass im Internet beschäftigt und das Phänomen bestätigt: Hitze und Kälte führen zu mehr Hass und Hetze. „Die Forscher fanden heraus, dass Hatespeech in allen Klimazonen, Einkommensgruppen und Glaubensrichtungen zunimmt, wenn es zu warm oder zu kalt ist“, fasst t3n zusammen. 

Analysiert wurden im Rahmen der Studie mehr als vier Milliarden Beiträge auf dem Online-Portal Twitter in den USA. Zum Einsatz dabei kam ein KI-Algorithmus, der Hatespeech, also Hassrede, aufspüren kann und zugleich in der Lage ist, diese mit entsprechenden Wetterdaten zu kombinieren. Außerhalb einer Klimakomfortzone steige demnach nicht nur die absolute Zahl an Hassrede, sondern auch der Anteil an solchen Beiträgen.

Und noch ein interessantes Ergebnis förderten die Experten zutage: Hitze habe größere Auswirkungen zur Folge als Kälte, denn an heißen Tagen seien etwa Tweets mit beleidigendem Inhalt präsent. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass Online-Hassrede ein neuer Kanal ist, über den der Klimawandel den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die psychische Gesundheit der Menschen beeinflussen kann“, wird Studienleiterin Leonie Wenz zitiert.

E-Autos: Laden bei Lidl und Kaufland wird kostenpflichtig

Änderungen für E-Auto-Besitzer: Mit dem Beginn der Woche, also ab dem 12. September 2022, erhebt die Schwarz-Unternehmensgruppe für das Laden mit „Grünstrom“ eine Gebühr. Betroffen sind also die Tochterunternehmen Lidl und Kaufland, bei denen das Laden bisher kostenlos möglich war. Die neuen Einnahmen sollen zum einen die Instandhaltung der bestehenden Ladestationen sichern, aber auch den Ausbau neuer Stationen stützen, heißt es bei Mobiflip. Das Portal bezeichnet die Preisstrategie als „durchaus marktüblich und keinesfalls überzogen“.

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