Ebay-CEO Devin Wenig: „Es macht mich wahnsinnig, wenn ein Händler gehen will.“

Veröffentlicht: 28.07.2016 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 06.07.2022

Vor einem Jahr hat Devin Wenig den Chefposten bei Ebay übernommen. Nun hat Wenig in der Seller Event Keynote über seine Arbeit bei Ebay gesprochen und kam dabei offenbar äußerst abgeklärt daher.

Ebay auf einem Smartphone

Bildquelle: mrmohock / Shutterstock.com

Devin Wenig hat sein erstes Jahr als Ebay-CEO hinter sich. In der Seller Event Keynote sprach er nun über die bisher erreichten Ziele, aber auch darüber, dass es noch viel Arbeit bei Ebay zu tun gebe. Wenig betrachte Ebay, wie eCommerceBytes berichtet, als ein Technologie-Unternehmen und zeige sich dementsprechend begeistert für Produkte und Technologien. Dass Ebay so bleiben wird, wie es ist, oder gar wie es einmal war, ist höchst unwahrscheinlich.

Als Wenig vor einem Jahr seine Stelle annahm, habe er ein klares Ziel gehabt: „Lasst uns wieder zurückgehen und unsere Unternehmer und die Käufer-Community lieben, und lasst uns alles daran setzen, das beste E-Commerce-Produkt der Welt zu bauen. Einzigartig Ebay“, so die Vision des neuen CEOs. „Es macht mich wahnsinnig, wenn ein Verkäufer sagt, dass er Ebay verlassen will. Wir sollten eine Plattform sein, die jeder nutzen kann. Es macht mich wahnsinnig, wenn unsere Produkte nicht richtig funktionieren.“

„Wir wissen, wer wir sind. Und wir wissen, was wir tun müssen.“

Wenig setze demnach alles daran, den Umbau von Ebay schnell voranzutreiben und habe immer ein Auge auf bestehende Probleme mit der Plattform. Auch an seinem Vorgänger John Donahoe und dessen häufige Strategiewechsel übte Wenig Kritik: „Wenn wir ein Unternehmen langfristig führen wollen, sollte sich die Strategie nicht jeden Tag ändern“, so Wenig. „Wir sollten nicht versuchen, das eine Jahr dieses Unternehmen zu sein und im nächsten sind wir dann ein anderes und wir gehen nach links und wir gehen nach rechts. Wir wissen, wer wir sind. Und wir wissen, was wir tun müssen.“

Die Veränderungen, die Ebay nun durchführt – darunter beispielsweise die neuen Produktübersichtsseiten mit dem „Top Pick“ – sind überfällig. Dessen ist sich auch Wenig bewusst, der betonte, dass diese Veränderungen „vor 20 Jahren“ hätten umgesetzt werden sollen. Die lange fehlenden Produktbewertungen, die der Marktplatz erst kürzlich eingeführt hat, sind symptomatisch für die alte Denkweise des Unternehmens: „Wir hatten Listings, keine Produkte“, erklärt Wenig und deutet auf noch größere Veränderungen bei den Produktbewertungen hin. „Ihr habt noch gar nichts gesehen. Wartet, bis ihr seht, was kommt.“

Die vollständige Keynote können Sie hier ansehen:

 

 

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