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Steigende Paketkosten und sinkende Kundenzufriedenheit

DHL erhöht Paketpreis und Postdienste verbuchen viel mehr Beschwerden

Veröffentlicht: 02.01.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 02.01.2019 | Gelesen: 5897 mal
Paket liegt vor einer Haustür

Die Deutsche Post DHL musste zuletzt einen Gewinneinbruch hinnehmen und reagiert nun mit einer Preiserhöhung von Paketen: Für inländische Pakete mit einem Gewicht von bis zu fünf Kilogramm fallen ab Januar in den Filialen 50 Cent mehr an: Wie auch bereits auf der Website des Unternehmens einzusehen ist, liegt der Preis für solche Sendungen nun bei 7,49 Euro. Für die Online-Frankierung entsprechender Pakete werden bei den Kunden auch weiterhin nur 5,99 Euro fällig.

„Auch alle übrigen Preise für Pakete und Päckchen einschließlich der Preise für online vorfrankierte Sendungen blieben unverändert“, schreibt Reuters. Die letzte Preiserhöhung der Bis-fünf-Kilo-Pakete liegt schon einige Jahre zurück – 2014 wurden die Kosten hier zuletzt erhöht.

Kunden beschwerten sich 2018 doppelt so häufig wie im Vorjahr

Neben den steigenden Paketpreisen gibt es aktuell auch eine weitere Meldung aus der Logistikbranche: Hier scheint sich die Zufriedenheit der Kunden nämlich deutlich abgekühlt zu haben. Wie die Tagesschau berichtet, hat sich die Zahl der Kunden, die sich über die Deutsche Post oder deren Konkurrenten beschwert haben, nach Angaben der Bundesnetzagentur verdoppelt: Lag die Zahl solcher Beschwerden 2016 bei etwa 3900 und 2017 immerhin schon bei 6.100, so ist diese in 2018 auf 11.830 angestiegen.

Die Unzufriedenheit der Kunden sei dabei auf verschiedene Gründe zurückzuführen – zum Beispiel auf verspätete Briefe und Pakete, falsche Zustellungen, lange Warteschlangen in den Filialen oder auch die Zahl und die Leerungszeiten der Briefkästen.

„Die Kritik zielt vor allem auf den Marktführer Deutsche Post DHL, aber auch auf Konkurrenten wie die Paketdienstleister Hermes oder DPD. Die Bundesnetzagentur betonte, gemessen am Gesamtvolumen seien es allerdings noch relativ wenig Beschwerden“, heißt es weiter. Von einem „flächendeckenden Problem“ könne dementsprechend noch nicht ausgegangen werden.

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