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Studie

24 Pakete pro Jahr – Deutsche gehören zu Spitzenreitern beim Paketempfang

Veröffentlicht: 17.06.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 17.06.2019
EIn Paket wird vom Zusteller an den Empfänger überreicht

Eine neue Studie des Beratungsunternehmens McKinsey hat sich intensiv mit den aktuellen Paketverhältnissen auf verschiedenen Märkten befasst. Dabei wurde deutlich, dass die Deutschen zum Teil deutlich mehr Paketsendungen erhalten wie Menschen in anderen Ländern: Laut den Resultaten der Analyse werden hierzulande pro Kopf beispielsweise doppelt so viele Pakete verschickt wie in den Niederlanden – nämlich 24.

Untersucht hatten die Experten von McKinsey dabei insgesamt 17 Staaten, von denen lediglich einer eine größere Paketmenge pro Verbraucher vorweisen konnte: China ist mit geschätzten 70 Paketen pro Kopf unangefochten, heißt es beim Handelsblatt. Dieses Ergebnis beziehe sich jedoch nicht auf den gesamten Staat, sondern lediglich um die Regionen Peking sowie Schanghai.

Pakete pro Kopf: Österreich und Schweiz mit vergleichsweise niedrigen Werten

Einen ähnlich hohen Wert wie in Deutschland haben zudem Großbritannien, mit 22 Paketen pro Kopf im Jahr, sowie die Vereinigten Staaten, mit 21 jährlichen Sendungen pro Kopf. „Diese Staaten gelten aus Sicht der Experten als reife Märkte – ihr Wachstumspotenzial für Firmen gilt damit als begrenzt. Beim Thema Paket könnte das anders sein – angetrieben durch den Boom des Online-Handels, dessen Umsatz nach Schätzung der Analysten bis 2030 um 10 Prozent pro Jahr wachsen wird und damit fünfmal schneller als der stationäre Handel“, heißt es weiter.

Mit rund 14 und neun Paketen pro Kopf und Jahr gehören Österreich und die Schweiz zu jenen Ländern, die im Studienvergleich noch relativ niedrige Paketwerte offenbarten. Noch einmal deutlich drunter liegen außerdem der italienische sowie der schwedische Markt: Hier sind es lediglich zwei.

Die Studie aus dem Hause McKinsey verdeutlicht den Druck, der hierzulande auf den verschiedenen Paketdienstleistern liegt. Demnach werde der Einfluss großer Online-Player wie Amazon weiterhin ansteigen.

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