Weihnachtsversand

Hohes Sendungsvolumen führt zu Verzögerungen bei Paketdiensten

Veröffentlicht: 09.12.2020 | Geschrieben von: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 10.12.2020
Paketstapel

Die Paketdienste haben sich umfassend auf das enorme Sendungsaufkommen insbesondere aus dem Online-Handel vorbereitet, das es im diesjährigen Weihnachtsgeschäft zu bewältigen gilt. So rechnete DHL zu Spitzenzeiten bereits mit gut 11 Millionen Sendungen pro Tag. Diese hat das Unternehmen auch erreicht: Man habe am 1. Dezember „mit fast 11 Mio. so viele Pakete innerhalb eines Tages sortiert wie noch nie“, bestätigte ein DHL-Pressesprecher jetzt gegenüber OnlinehändlerNews.

Auch DPD und Hermes sind von Volumensteigerungen um die 20 Prozent ausgegangen.

Lieferverzögerungen: Post soll unter eigenen Zielvorgaben liegen

Das führte nun auch zu ersten Problemen: Es gebe bereits „hohe Rückstände“ beim Versand, schreibt Business Insider unter Berufung auf interne Zahlen des Logistikers. Auch seien Abholungen von Unternehmen, die vorab nicht den angekündigten Sendungsmengen entsprachen, verschoben oder storniert worden und es habe Lieferverzögerungen bei Paketen von Geschäftskunden gegeben. Die Post habe in der ersten Dezemberwoche deshalb knapp zehn Prozent unter dem eigenen Zielwert gelegen, heißt es weiter in dem Bericht.

Damit habe die Deutsche Post DHL Group aber gerechnet. „Dass es in solchen Wochen auch tageweise an einzelnen Standorten Rückstände geben kann, ist für die Hochsaison nicht ungewöhnlich“, räumte DHL dazu auf Nachfrage der Redaktion ein. Man habe die Geschäfts- und Privatkunden aus diesem Grund rechtzeitig darauf hingewiesen, dass Verzögerungen in dieser besonderen Situation auftreten können. 

Das können Händler für eine bessere Abwicklung in der Logistik bei DHL tun

DHL bekräftigt zudem, dass Händler und Geschäftskunden bei der Bewältigung der großen logistischen Herausforderungen unterstützen können. Dabei könnten folgende Maßnahmen helfen:  

  • Übergabe der Email-Adresse der Empfängerkunden mit den PAN-Daten der Sendung, sodass DHL Empfänger über den Sendungsstatus infomieren kann – abzuraten ist allerdings davon, die E-Mail-Adresse ohne Eiwilligung des Empfängers weiterzugeben! 
  • Hinweise auf die DHL-Wunschort-Optionen, um erfolglose Zustellversuche zu reduzieren
  • Keine Kompromisse in der Verpackungsqualität (lieber Kartonagen als Tüten nutzen)
  • Betriebsmittel des Logistikers (Rollbehälter, Briefbehälter/-wagen, Wechselbrücken) nicht zu Lagerzwecken für Retouren oder interne Abläufe verwenden, da dies zu Engpässen führen könne 
  • Pakete von über 20 kg vermeiden und falls möglich auf zwei Kartonagen aufteilen
  • Kartonagen mit den Maßen 58x58x58 können bei der Sortierung am besten verarbeitet werden
  • Hohe Qualität des Versandlabels in Hinblick auf Daten und Druck
  • Sendungen, die nicht maschinenfähig sind, in Rollbehältern oder Wechselbrücken separat übergeben
  • Filialisten sollten Sendungen auf mehrere Einlieferstandorte verteilen

Wie Händler im Falle von Lieferverzögerungen Hinweise zur Lieferzeit möglichst rechtsicher geben, haben wir an dieser Stelle zusammgenstellt.

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