Corona-Ausbrüche

Neuer Lockdown in China könnte Lieferketten-Probleme weiter verschärfen

Veröffentlicht: 14.03.2022 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 14.03.2022
Shanghai: In China sind neue Covid-19-Fälle aufgetreten. Die Region wurde abgeriegelt.

Ressourcen-Knappheit und angeschlagene Lieferketten haben einige Branchen in der Pandemie schwer belastet: Allein der globale Chipmangel kostete den Elektronikhandel, vor allem aber auch die Automobilbranche Milliarden. Durch aktuelle Entwicklungen in China könnte der Druck auf die globalen Lieferketten nun noch einmal zunehmen: Grund ist ein weitgehender Lockdown, der über die chinesische Wirtschaftsmetropole Shenzhen, aber auch über andere Regionen verhängt wurde.

China: Ausgangs- und Transportbeschränkungen in vielen Regionen

Auslöser des neuerlichen Lockdowns ist die gestiegene Zahl an Covid-19-Infektionen: Knapp 3.400 Fälle hat China laut offiziellen Zahlen innerhalb eines Tages am Wochenende registriert. Es handelt sich damit in China um die „schwerste Corona-Welle seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren“, berichtet Heise Online. Der jetzt verhängte Lockdown gilt für mehrere Regionen, etwa die Metropole Shenzhen, die mehr als 17 Millionen Einwohner zählt. 

Auch die größte chinesische Stadt, Shanghai, ist betroffen, heißt es bei der Tagesschau. Für die rund 26 Millionen Einwohner des Wirtschaftsknotenpunkts gilt derzeit ein Ausreiseverbot. Gleiches gilt für die rund neun Millionen Einwohner der Hafenstadt Qingdao. In Ausnahmefällen seien Reisen mit negativem Corona-Test möglich. Der Spiegel berichtet zudem von der chinesischen Millionenstadt Changchun, in der jeweils nur noch eine Person pro Haushalt die Wohnung für Einkäufe verlassen darf – und das lediglich alle zwei Tage.

Harte Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus

Auf Basis einer „Null-Covid-Strategie“, bei der man bereits bei geringen Inzidenzen mit harten Maßnahmen gegen eine Virusverbreitung vorgeht, ließen die Behörden in China demnach Massentests durchführen und verhängten zudem regionale Beschränkungen beim Transport sowie Ausgangssperren. 

Auch Universitäten und Schulen seien geschlossen worden. Um infizierte Menschen zu isolieren und entsprechend Tausende Betten bereitstellen zu können, wurde in mehreren Städten damit begonnen, provisorische Krankenhäuser zu errichten, so der Tagesspiegel weiter.

Apple, Huawei & Co. – Folgen für Lieferketten noch nicht abzusehen

Neben den Auswirkungen auf das soziale Leben der Menschen vor Ort, könnte sich die Lage auch auf den Welthandel auswirken. Dutzende Konzerne aus Taiwan hätten ihre Produktion in Shenzhen gestoppt oder diesen Schritt angekündigt, darunter etwa der bekannte Tech-Zulieferer Foxconn.

„In der Metropole fertigt nicht nur Foxconn Geräte für Apple, dort haben unter anderem die Riesenkonzerne Huawei und Tencent ihren Hauptsitz. Außerdem ist der Hafen der Stadt einer der größten in China“, schreibt Heise. Wie weitreichend die Folgen des Lockdowns tatsächlich sein werden, könne nach aktuellem Stand jedoch noch nicht abgeschätzt werden.

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