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Kolumne

Hurricane-Festival: Wie Otto eine Zielgruppe richtig abholt

Veröffentlicht: 28.06.2019 | Autor: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 01.07.2019
Haus von Otto auf dem Hurricane 2019

Letztes Wochenende war es wieder soweit, im niedersächsischen Scheeßel feierten rund 70.000 Fans und Bands das Hurricane-Festival. Und anders als in den vergangen Jahren gab es dieses Mal keine Unwettermeldungen, sondern eher Hitzerekorde. Und auch für den Online-Handel gab es auf dem Musik-Event ein Novum. Ganz vorn mischte nämlich diesmal Otto im Festival-Treiben mit – und sicherte sich so die Aufmerksamkeit dieser speziellen Zielgruppe.

Einmal Image aufpolieren

Wer, wie ich, schon auf diversen Festivals war, weiß eines ganz sicher: Komfort gibt es da höchst selten. Ein stickiges Zelt, Dixi-Klos, langes Anstehen an den Duschen, und natürlich ewiges Warten vor der Bühne auf die Lieblingsband. Das ist offenbar auch Otto klar gewesen: Das Unternehmen stellte nämlich ein ganzes Haus auf das Hurricane-Festivalgelände, und zwar mit kleinem Wohnzimmer, richtigen Betten, Bad, Hängematten, Ladestationen fürs Handy und vor allem einer Dachterrase mit Whirpool und direktem Blick auf die Hauptbühne. Selbstverständlich trug das Haus auch das Otto-Branding und die Ausstattung stammte aus dem eigenen Home- und Living-Sortiment. 

Otto

Vorab wurde das Quartier de luxe per Social Media verlost – schon das ist dank der Aufmerksamkeit rund um das Großevent eine clevere PR-Maßnahme. Aber auch vor Ort gab es Challenges, durch die sich die Leute auf dem Festival den Zugang zum Haus sichern konnten, außerdem waren einige Ruhezonen von allen frei nutzbar. Unterm Strich hat Otto hier ganze Arbeit geleistet, um eine spezielle Zielgruppe anzusprechen und abzuholen, ja sogar das altbackene Katalog-Image völlig aus den Gedächtnissen zu verbannen. Das war auch die Idee: „Wir wollten der Ohrwurm des Festivals sein – wir sind gekommen, um im Kopf zu bleiben“, sagt Alexander Rohwer, Leiter Strategy & Brand bei Otto dazu. „Wir haben jetzt die Chance, einer ganzen Generation zu zeigen, dass Otto heute anders ist als viele noch denken und ein riesiges Angebot für jeden Anlass hat.“ Und das wird auch gelungen sein, sicher ist nun die ein oder andere Festival-Erinnerung eng mit der Marke verknüpft. 

Mitmischen auf Festivals als Erfolgsrezept

Zahlreiche Marken positionieren sich auf solchen Events, allen voran aus dem Food-Bereich: Kaltgetränke und Kaffee sind natürlich sehr beliebt. Es gab auch einen Aldi-Süd-Supermarkt auf dem Hurricane-Schwestern-Festival Southside. Dass auch der Online-Handel an dieser Stelle ideal mitmischen kann, zeigen neben Otto auch noch weitere Akteure. Otto-Tochter About You gestaltet beispielsweise gleich ein komplettes Festival mit. Und auch Amazon hatte in diesem Bereich eine bahnbrechende Idee: Der US-Konzern stellte Paketstationen auf dem Coachella-Festival bereit, in die sich Besucher während des Aufenthalts diverse Bedarfsartikel aus dem Online-Shop liefern lassen konnten. 

Natürlich kann man Nutzer auch mit Online-Marketing-Maßnahmen gezielt da abholen, wo sie gerade sind. Doch mit kollektiven Erlebnissen abseits von Laptop oder Smartphone klappt das nochmal ganz anders. „Das Engagement bei Musik-Festivals kann für Unternehmen eine unbezahlbare Chance sein, wenn zum einen die Passung der Werte vorliegt, die passenden Kulturcodes der Szene getroffen werden und die Marke eine echte Nähe durch Vernetzung und Co-kreative Mitgestaltung bietet“, zitiert Otto in einem Bericht rund um die Aktion Achim Feige, Markenberater und Partner bei der Managementberatung Brandtrust. „So wird die Marke zum Co-Sponsor eines tollen, kollektiven Flow-Erlebnisses, an das sich alle gerne erinnern. Was will man mehr?“ – Ganz genau. Also mehr davon, es lohnt sich.

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