Der frühe Vogel

Sicherheitslücke beim Zahlungsdienst Klarna

Veröffentlicht: 28.05.2021 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 28.05.2021
Klarna-App auf einem Bildschirm

Der schwedische Zahlungsdienst Klarna war offenbar am Donnerstag aufgrund eines internen Fehlers von einer Sicherheitslücke betroffen. Wie Heise Online schreibt, sei es Nutzern der Payment-App für einen kurzen Zeitraum möglich gewesen, sensible Daten anderer Kunden zu sehen: Konkret hätten sich Kunden beispielsweise über das soziale Netzwerk Twitter zu Wort gemeldet und berichtet, „dass sie die Daten und Transaktionen verschiedener anderer Personen einsehen konnten“. So habe es etwa Fälle gegeben, in denen beim Neuladen immer wieder neue, fremde Kontodaten angezeigt wurden, darunter Informationen wie Namen, Adressen und Telefonnummern, aber auch Bestellungen und Rechnungsbeträge.

Nach Bekanntwerden der Sicherheitslücke habe Klarna die App umgehend offline gestellt, wobei inzwischen der Login über die hauseigene Website wieder verfügbar sei. Auch Klarna-Gründer und Firmenchef Sebastian Siemiatkowski habe via Twitter sogleich Stellung bezogen und die Nutzer über das Datenleck auf dem Laufenden gehalten: So sei es „traurig und frustrierend, festzustellen, dass wir einen selbstverschuldeten Vorfall hatten, der 30 Minuten lang die Privatsphäre einiger unserer Benutzer beeinträchtigt hat“. Der Vorfall hätte demnach „die volle Aufmerksamkeit aller Kollegen, um die Dinge wieder in den Normalzustand zu bringen, Maßnahmen zu ergreifen, um dies in Zukunft zu vermeiden und breit zu kommunizieren“, schrieb er.

In einem späteren Update informierte er über die Lage: So sei zuvor berichtet worden, dass bis zu 90.000 Klarna-Nutzer von dem Vorfall betroffen sein könnten. Dies sei allerdings nicht der Fall gewesen. „Natürlich ist auch nur ein einziger Betroffener inakzeptabel, aber die kontinuierliche Arbeit an einer genauen Folgenabschätzung hat diese Zahl deutlich reduziert, so dass es wahrscheinlich nicht mehr als 9500 sind.“ 

Eine Sprecherin des Unternehmens habe sich laut Heise „für jegliche Unannehmlichkeiten“ entschuldigt und zudem darauf hingewiesen, dass keine Karten- oder Bankdaten öffentlich wurden, allerdings seien solche Daten wohl in maskierter, das heißt verschleierter Form einsehbar gewesen. Auch eine externe Ursache, wie etwa einen Hackerangriff, schloss das Unternehmen aus. Die zuständigen Behörden seien von Klarna über den Datenvorfall in Kenntnis gesetzt worden. Nun wolle Klarna klären, welche Kunden in welchem Umfang konkret betroffen waren.

Erweiterte Realität wird immer wichtiger

Erweiterte Realität, oder „Augmented Reality“ (AR), wird für den Handel immer wichtiger. Dies habe eine Studie von Snap Inc. und Publicis Media ergeben: Im Rahmen der Analyse wollten die Spezialisten herausfinden, wie sich AR auf das Einkaufsverhalten der Kunden sowie die Wahrnehmung von Marken auswirkt. Befragt wurden dabei Verbraucher in Frankreich und Großbritannien, den USA und Saudi-Arabien. 

Nach Informationen von W&V hat bereits mehr als die Hälfte der befragten Kunden im Alter zwischen 13 und 49 Jahren schon einmal Augmented Reality genutzt, wobei etwa jeder Dritte auch mit Marken in Berührung kam. Grundsätzlich sei das Erlebnis der Nutzer positiv eingeschätzt worden, denn fast sechs von zehn Befragten (57 Prozent) hätten angegeben, in Zukunft öfter Augmented Reality mehr dieser erweiterten Realität nutzen zu wollen. Zudem glaubten Drei von Vier, dass AR innerhalb der kommenden fünf Jahre eine Rolle beim Einkaufen spielen wird.

Deutschland und Frankreich – gemeinsam gegen den Chipmangel

Vom E-Auto bis hin zur Spielekonsole: Ohne Halbleiter funktioniert heutzutage vieles nicht mehr. Allerdings haben die Pandemie, unterbrochene Produktionen und gerissene Lieferketten für einen Chipmangel gesorgt, der sich nun auf den globalen Handel auswirkt. Um dieses Problem künftig stärker anzugehen und sich unabhängiger von der Chipproduktion in Fernost zu machen, wollen sich Frankreich und Deutschland zu einer Allianz zusammenschließen, um die Produktion im europäischen Raum zu stärken.

Da das Projekt von großem Interesse sei, wollen beide Länder Investitionen tätigen. „Konkret ist ein ‚Important Project of Common European Interest‘ (IPCEI) geplant, mit einer möglichen staatlichen Unterstützung in Milliardenhöhe. Ein solches Projekt gibt es etwa bereits zum Aufbau einer Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos in Europa“, heißt es bei Heise Online.

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